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Tesla Model S 2017: Noch nicht ausgelernt

Der innovativste Autohersteller kommt in der Branche an. So geschehen mit dem Tesla Model S 2017. Außen nicht viel Neues, auf der Software-Ebene aber schon.

15.06.2016 Press Inform

Rein Optisch hat sich am Tesla Model S im Modelljahr 2017 erst einmal wenig getan. Bei genauerem Hinsehen fallen die neuen Schweinwerfereinheiten ins Auge. Gab es bisher nur Xenonscheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht, so werden selbst kurvenreiche Fahrbahnen bei Dunkelheit nunmehr von 14 LED-Leuchten ausgeleuchtet, die sich variabel Fahrbahn, Geschwindigkeit und Lenkeinschlag anpassen. Ähnlich wie andere Hersteller ist auch das Tesla Model S mit einem Autopilot System (ab 2.800 Euro) zu bekommen, das dem Fahrer gerade auf längeren Strecken einen Teil seiner Arbeit am Steuer abnimmt. Dank zahlreicher Sensoren in Kombination mit GPS-Daten und Digitalkarten kann das Model S Autobahnen bei Kolonnenverkehr vollkommen autonom befahren – ohne von der Spur abzuweichen. Durch Echtzeit-Rückmeldungen von der gesamten Tesla-Flotte soll das Autopilot System permanent lernen und sich weiter verbessern.

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© Bild: Werk

Der Autopilot des Tesla Model S lernt noch dazu

Während, abgesehen von der neuen Mercedes E-Klasse, die meisten Autopilot-Systeme nur die Spur halten, kann auch das Model S mit Betätigung des Blinkerhebels einen Spurwechsel automatisch ausführen. Auf Knopfdruck sucht sich die Luxuslimousine Parklücken und parkt autonom ein. Nach Aussagen von Tesla, folgen weitere Autopilot-Funktionen durch Software-Updates im Laufe der Zeit. Wer beim Kauf das ein oder andere Ausstattungskreuzchen zu wenig gemacht hat, kann viele Funktionen gegen stattliche Aufpreise später online freischalten.

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© Bild: Werk

Bekannte und weiterhin beachtliche Fahrleistungen

Die Fahrleistungen des Tesla Model S blieben durch die Modellpflege weitgehend unverändert. Die Basis bildet nunmehr das Model S mit 60 kWh und 320 PS, 440 Nm maximalem Drehmoment, 210 km/h Höchstgeschwindigkeit sowie einer Reichweite von 400 Kilometern. Das Topmodell Tesla Model S P90D (90 kWh) mit Allradantrieb leistet 539 PS (262 PS vorne / 510 PS hinten) und gigantische 967 Nm maximales Drehmoment. Einer abgeregelten Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h stehen ein Schub von 0 auf Tempo 100 in 3,0 Sekunden und eine Reichweite von 509 Kilometern gegenüber. Mit dem Standard-Ladegerät (11 kW) erstarkt das Elektromobil um 54 Kilometer pro Stunde. Wer weniger Zeit hat, sollte sich für das 16.5-kW-Ladegerät entscheiden, das pro Stunde 81 frische Kilometer in das Akkupaket pumpt.

Preis des Tesla Model S in Österreich

Nach der Überarbeitung verfügt die Elektro-Limousine auf Wunsch über ein HEPA-Luftfiltersystem, welches 99,97 Prozent der Abgaspartikel sowie Allergene oder Bakterien vom Fahrzeuginnenraum fernhält. Der so genannte „Bioweapon Defense Mode“ schafft einen leichten Überdruck in der Kabine um Passagiere zu schützen. Der Einstiegspreis für das ab Ende August verfügbare Basismodell Tesla Model S 60 liegt bei 77.100 Euro. Die Topversion kostet mindestens 125.300 Euro.

  • Michael Anonymous

    Es wird immer so viel Schmarrn geschrieben. So wurde seinerzeit behauptet, die Freischaltung des Autopiloten würde etliche tausend Dollar kosten. Was einfach falsch war. Der Preis galt für die Hardware-Nachrüstung. Die Software lieferte Tesla kostenlos nach. Und ich wette, dasselbe gilt für die „Extras, die man anzukreuzen vergessen hat“. Was an Bord ist, kann, soweit ich weiss, bei Tesla auch genutzt werden. Die sind ja nicht VW!

    • Hannes Scherz

      Bitte bevor kritisiert wird informieren. Laut Tesla konfigurator kostet ein nachträgliches aktivieren des Autopiloten läppische 3400 Euro. Ein Einbau ist nicht von Nöten da die Hardware bereits von Haus aus an Board ist. Die sind ja nicht VW…

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