1/14
 

Seat Leon 2017: Innen ein Ateca-Klon

Der „neue“ Seat Leon erhält ein Facelift. Die Spanier haben sich dabei vor allem an ihrem neuen SUV Ateca als Ideengeber orientiert.

25.10.2016 Press Inform

Der Seat Leon hat den früheren Kundenliebling Ibiza mittlerweile deutlich hinter sich gelassen. Während der Ibiza im gesamten Jahr 2015 auf 25.093 Zulassungen kam, erreichte der Leon satte 42.125 Neuanmeldungen. Die Spanier haben mit ihrem Kompaktmodell offensichtlich alles richtig gemacht. Entsprechend sanft fällt das Facelift nach nun vier Verkaufsjahren aus. Außen gingen die Designer eher behutsam zu Werke. An der Seite prägen nach wie vor drei ausgeprägte Schattenfugen das Bild. Vorne wurde der Kühlergrill leicht gestreckt und die Motorhaube dementsprechend angepasst. Die Leuchteinheiten vorne und hinten sind nun komplett in Full-LED-Technik, das gezackte Tagfahrlicht dient gleichzeitig auch als Blinker. Nach wie vor bietet Seat den Leon in drei Karosserievarianten an: als 5-Türer, als 3-türige SC-Variante und als Kombi ST.

Seat Leon 2017: Weniger Knöpfe und Geräusche

Innen bekommt der überarbeitete Leon viel von dem gerade gestarteten SUV Ateca mit. Das fängt beim Start-Stopp-Knopf auf der Mittelkonsole an, dessen rotes Licht im Rhythmus des Herzschlages aufglimmt und verlischt und endet bei diversen elektronischen Helferlein. Neu entwickelt wurde das 8-Zoll-Display, welches eine Reihe von Knöpfen und Tasten überflüssig macht. Das Kombiinstrument soll es später zumindest optional in voll digitaler Version geben. Und der Leon dürfte leiser werden: Das Geräuschniveau wurde laut Seat deutlich gesenkt.

neu-seat-leon-2017-4
© Bild: Werk

Haufenweise Assistenzsysteme aus dem Ateca

Vor allem die Fahrassistenzsysteme aus dem Ateca finden sich künftig auch im Leon. Der Stauassistent manövriert, beschleunigt und bremst das Fahrzeug in einem Stau bis rund 60 km/h. Der Tempomat bremst es entsprechend dem Verkehrsfluss in Intervallen ab. Die City-Notbremsfunktion erkennt nun auch Fußgänger. Dazu kommen Verkehrszeichenerkennung, Parkhilfe, Fernlichtassistent und mehr. Unter dem Stichwort Konnektivität finden sich nicht nur Optionen zur Einbindung von Smartphones, sondern auch Stimmerkennung und Gestensteuerung über das kurze Antippen des Bildschirms. Entsprechend ausgestattete Smartphones lassen sich künftig über eine „Connectivity Box“ in der Mittelkonsole drahtlos aufladen.

Das Motorenprogramm des neuen Seat Leon

Bei den Motoren ändert sich nicht viel. Die Palette reicht bei den Benzinern von 110 bis 180 PS und bei den Selbstzündern von 115 bis184 PS. Neu hinzu kommt ein 115 PS Turbodiesel mit 1,6 Litern Hubraum. Der offizielle Durchschnittsverbrauch soll bei 4,3 Litern auf 100 Kilometern liegen, was einem CO2-Ausstoß von 115 g/km entspricht. Bei den Getriebeoptionen reicht die Bandbreite von der manuellen Fünfgang-Schaltung bis zum Doppelkupplungsgetriebe. Auch einen Allradantrieb mit Haldex-Kupplung wird es wieder geben. Die Preise werden auf der Herstellerseite zu finden sein, derzeit sind sie es noch nicht.

pixel