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1971er Opel GT
 

Opel GT, mit dem nächsten Anlauf

2017 oder 2018 wird es eine Neuauflage des Opel GT geben. Eine Studie wird auf dem Genfer Autosalon 2016 geben. Ein Ausblick auf die Opel-Strategie.

19.12.2015 Press Inform

Nein, Opel bringt keine Neuauflage von Kapitän, Admiral oder Diplomat – doch nach der Kleinwagenoffensive plant die GM-Tochter das sportliche Fach zu bedienen. Zwei Buchstaben sind dabei besonders von Bedeutung. G und T. Auf dem Genfer Autosalon 2016 wird es eine Studie zu sehen geben.

Schafft es der neue Opel GT bis 2017 oder 2018?

Bislang fehlte es Opel in der sportlichen Liga, eine moderne Heckantriebsplattform ohne die ein Opel GT als potenten 2+2-Sitzer wohl zum Ladenhüter werden würde. Wenn der neue Opel GT 2017 oder 2018 in den Handel rollt, dürfte er nennenswerte Designanleihen der 2013er-IAA-Studie des Monza in sich tragen und von Vierzylinder-Turbotriebwerken zwischen 200 und 350 PS angetrieben werden. Spannend schon deshalb, weil das Zielgewicht des neuen GT kaum über 1,2 Tonnen liegen dürfte. Vor nicht allzu langer Zeit war eine Neuauflage des Opel GT als offener GM-Roadster trotz 264 PS gefloppt. Bis zum Ende des Jahrzehnts rollen insgesamt 29 neue Opel/Vauxhall-Modelle auf die verschiedenen Märkte; darunter wird trotz des erfolglosen Ampera ein Elektrofahrzeug sein.

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© Bild: Werk

Opel-Chef gibt Ausblick

Nachdem die Studie des Opel Monza auf der Frankfurter IAA im Herbst 2013 für viel Aufsehen gesorgt hatte, sehnten viel Rüsselsheim-Fans bereits ein neues Markenaushängeschild herbei, wie es einst Admiral, Kapitän oder später der Senator waren. Dem erteilte Opel-Chef Karl-Thomas Neumann jedoch nunmehr eine endgültige Absage. „Wir wollen keine Luxusmarke werden, sondern kommen aus der Mitte der Bevölkerung. Es wird ein neues Opel-Topmodell geben, das sehr viele Designmerkmale der Konzeptstudie des Monza in sich tragen wird“, erläuterte Neumann im Frühjahr 2015, „doch dieses Fahrzeug wird nicht größer als der aktuelle Opel Insignia.“

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Luxus und Premium bei der Konkurrenz

Während die direkte Konkurrenz von Volkswagen auf der Suche nach Image und Profit mehr denn je in Richtung Premiumliga abwandert und selbst Citroen mit der DS-Linie oder Ford mit Edge, Mustang oder der Vignale-Linie nach oben wollen, setzt Opel mehr denn je auf die kleinen Modelle wie die zuletzt vorgestellten Karl und Corsa. Das neue Opel-Topmodell dürfte ein Crossover mit rund 4,80 Metern Länge werden, der jedoch noch mindestens bis 2017 auf sich warten lässt. Modernste Turbotriebwerke und ein Allradantrieb sind ebenso gesetzt wie ein Komplettangebot an Fahrerassistenzsystemen. Der winzige Dreizylinder aus der Konzeptstudie des Opel Monza auf der IAA dürfte von potenziellen Kunden und der Konkurrenz belächelt werden. Da der Wagen insbesondere auf Europa fokussiert ist, wird es für einen aufgeladenen Sechszylinder im neuen Opel schwer werden. Der Vierzylinder mit zwei Litern Hubraum dürfte mindestens 300 PS leisten. Der kantige Opel Diplomat mit seinem Chevrolet-V8 musste einst mit 230 PS auskommen.

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© Bild: Werk / Opel GT in den 1960er Jahren

Comeback durch Opel Astra?

Für einen mächtigen Image-Schub sorgt der Start des neuen Kompaktklassemodells Astra. Moderne Triebwerbe, eine nennenswerte Abspeckkur, neue Komfortdetails und faire Preise sollen verlorene Kunden von der starken Konkurrenz zurückholen und Dank Matrix-LED-Scheinwerfern in eine gleißend helle Zukunft blicken lassen. Nach dem Kleinwagenterzett aus Adam, Corsa und Karl ist der Astra zentrales Element der Opel-Strategie für die nächsten Jahre.

60.000 Vorbestellungen

Opel darf bisher 60.000 Vorbestellungen zählen, was natürlich ein Grund zur Freude ist. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger, der mit ebenso über- wie schwerwiegenden GM-Genen ausgestattet war, ist der Astra – mittlerweile aus den Top 3 der Kompaktklassebestseller herausgefallen – wieder ein echter Konkurrent. Einer, der insbesondere der zweiten Reihe mit Kia Ceed, Renault Megane, Hyundai i30, Ford Focus und Seat Ibiza einiges an Kopfzerbrechen bereiten dürfte.

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© Bild: Werk / Karl-Thomas Neumann

Was kommt und was verschwindet

Bis zum Jahre 2022 will Opel zur zweigrößten Automarke Europas werden und einen Marktanteil von acht Prozent erlangen. Das soll nicht nur mit neuen Produkten, sondern insbesondere einer deutlich stärkeren Marke und einem effizienten Vertriebssystem gelingen. Ein starkes Markenimage allein dürfte es jedoch mit kleinen Modellen kaum geben. Opel-Chef Neumann erteilte einem Topmodell in der Oberklasse wiederholt eine Absage. Aushängeschild der Marke soll eine SUV-Version der nächsten Insignia-Generation werden. Darunter werden ab 2016/2017 die crossovergeneigten Nachfolgemodelle von Meriva und Zafira positioniert, die aktuell zusammen mit dem PSA-Konzern entwickelt werden. Schade, dass ein Imageträger wie der Astra GTC zunächst als Opel GTC seinen Vornamen gestrichen bekommt und dann komplett aus dem Portfolio verschwindet. Die Stückzahlen der auslaufenden Generation sind deutlich zu klein für einen emotionalen Fortsetzungsroman.

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