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Mercedes-Maybach S650: Luxus zu haben

Ganz oben auf der Sprosse der Luxus-Cabrio-Leiter steht nun der Mercedes-Maybach S650, mit beeindruckenden Zahlen: V12, 630 PS und 1.000 Nm.

22.11.2016 radical mag

Der Markt der viersitzigen Zwölfzylinder-Cabriolets ist übersichtlich. Mercedes hat zwar mit dem S600 und dem S65 in der Aufschnitt-Variante gleich zwei Eisen im Feuer – das ist aber nicht genug. Abhilfe naht! Vor allem die englischen Nobelhäuser scheinen mit den betuchten Kunden zu enteilen, was man in Stuttgart mit Argwohn beobachtet. Bis jetzt. Denn nun gibt es das Mercedes-Maybach S650 Cabriolet. 650, eine Zahl, die ein ziviler Mercedes noch nie tragen durfte. Die 600 – seit jeher in unverrückbarem Gleichschritt mit Macht, Stärke und absoluter technologischer Hoheit einhergehend – zu wenig.

Mercedes-Maybach S650, alles auf höchster Stufe

Denn wenn das Äußere von unendlich viel Chrom verziert wird, im Inneren das Leder in Wasserfällen fließt und sogar das Holz nun Nadelstreifen trägt; wenn die Scheinwerfer durch Swarovski-Kristall leuchten, das rautengesteppte Schutztuch für die Garage in der Farbe des Verdecks ausgeführt wird und sogar das handgenähte Kofferset farblich 1:1 zur Innenausstattung passt, dann wirkt ein normaler 600er tatsächlich wie eine Buchhalter-Variante.

V12, 630 PS und 1.000 Nm

Diese Gefahr besteht für den neuen offenen Maybach nicht, schließlich ist er der erste Mercedes, für den es kein schweres Buch voll Sonderausstattungen gibt. Im Grundpreis von 300.000 EUR (zuzüglich Steuer natürlich) sind sämtliche Extras enthalten, die es für die normalen S-Modelle gibt. Also: 20 Zoll-Schmiederäder, Luftfahrwerk mit adaptiver Dämpfung, 3D-Soundsystem, mannigfaltige Assistenzen, Beduftung und so weiter. Um das Signet auf dem Heckdeckel zu rechtfertigen müht sich unter der Haube vorne übrigens das Aggregat des S65 AMG, will heißen: 6-Liter V12 mit zwei Turboladern, 630 PS und 1.000 Nm. Macht 4,1 Sekunden von 0 auf 100km/h und die obligatorisch abgeregelte Spitze von 250km/h.

Interne Bezeichnung: S65 AMG

Dass der Maybach S650 intern übrigens ganz normal als S65 AMG vom Band läuft, soll die 300 Kunden, die in den Genuss der offenen Erlesenheit kommen nicht weiter stören – sie warten einfach auf den echten großen Maybach, der da noch kommen wird. Und auf dem Weg dorthin ist so ein 650er sicher nicht das Schlechteste, auch wenn ihn auf den zweiten Blick nicht viel von den kleinen Brüdern trennt.

Jetzt noch zuschlagen

Wer im Übrigen glaubt, dass die Sonderserie bereits ausverkauft ist und vor allem in China und im Nahen Osten viel Nachfrage besteht, irrt. 100 Exemplare sollen allein in Deutschland verbleiben. Ob direkt im Werk hat man uns jedoch nicht verraten…

Vielen Dank für diesen Beitrag an die Kollegen von radical-mag.com

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