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Das erste SUV von Jaguar

Seit 1922 baut Jaguar Autos und in dieser knapp 100-jährigen Geschichte wurde noch nie ein SUV gefertigt. Der Jaguar F-Pace bricht mit dieser Tradition. Erfolgreich?

06.07.2015 Press Inform

Über den Dächern von London fliegt ein Helikopter an einer Vorrichtung hängt der neue XE, in den gesperrten Straßen von Rom ist das Concept Car C-X75 in eine wilde Verfolgungsjagd verwickelt und bei der Tour de France fährt das erste SUV aus dem englischen Hause mit, noch bevor dieser seine offizielle Weltpremiere auf der IAA gefeiert hat. Keine Frage, Jaguar weiß, wie man Aufmerksamkeit erregt. So hat Autohersteller neben den Radprofis Fabian Cancellara, Tony Martin und Alberto Contador einen weiteren Tourstar an den Start des Rennens im niederländischen Utrecht gebracht. Der F-Pace ist als getarnter Prototyp das Teamfahrzeug des Sky-Radteams – 21 Etappen lang.

Jaguar F-Pace auf der Tour de France

Erste Bilder vom Jaguar F-Pace ohne Tarnung

Seine offizielle Weltpremiere ohne die Tarnung feiert der Jaguar F-Pace Mitte September auf der Frankfurter IAA. Auf den Markt kommt der im britischen Werk Solihull produzierte SUV, der aus der Konzeptstudie des C-X17 entstand, Anfang 2016. Erstmals zu bestaunen gab es das Konzeptmodell vor zwei Jahren ebenfalls auf der Internationalen Automobilausstellung. „Wir hatten eine derart überwältigende Rückmeldung auf die Studie, sodass wir den SUV Realität werden lassen mussten“, sagt Jaguar-Chefdesigner Ian Callum. Wie seine Brüder verfügt auch er über eine ebenso leichte wie hochfeste Aluminiumkarosserie, mit der er gegen etablierte Konkurrenten punkten möchte. Bei Design und Dimensionen orientiert sich der F-Pace stark an der sehenswerten IAA-Studie des Jahres 2013, der 4,70 Meter lang und 1,63 Meter hoch war. Ian Callum: „Der vom Jaguar F-TYPE inspirierte F-Pace bietet eine einzigartige Kombination aus dem von Jaguar Sportwagen inspirierten Design und einem perfekt dazu passenden, durch und durch praktischen, geräumigen und hochwertigen Interieur. Der F-Pace ist unser Sportwagen für die Familie.“ Muss er auch, denn nach dem Auslaufen des aktuellen XF gibt es erst einmal keine Kombivariante im Jaguar-Portfolio.

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© Bild: Werk

Motorisierung und Preis

Serienmäßig gibt es einen gemeinsam mit Land Rover entwickelten Allradantrieb und ein achtstufiges Automatikgetriebe. Die Motoren teilt sich der F-Pace weitgehend mit dem noch jungen Jaguar XE, mit dem die neue Ingenium-Baureihe aus dem Werk Wolverhampton eingeführt wurde. Die beiden Vierzylinder-Diesel mit variabler Turbinengeometrie und einem Einspritzdruck von 1.800 bar leisten zunächst 163 bzw. 180 PS und rund 400 Nm. Der Normverbrauch sollte unter fünf Litern Diesel liegen. Wegen der starken Konkurrenz komplettiert ein über 250 PS starker Sechszylinder-Diesel das Portfolio. Zudem wird es aufgeladene Vierzylinder-Benziner mit zwei Litern Hubraum in zwei Leistungsstufen mit 200 und 240 PS sowie zwei V6-Kompressorvarianten mit 340 und 380 PS geben. Die Topmodelle knacken ohne Probleme die 250-km/h-Marke. Preislich dürfte es für den Einstiegsdiesel ab 50.000 Euro losgehen.

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