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Was spricht für den neuen Hyundai Tucson?

Oftmals können wir uns nicht entscheiden, ob wir nun SUV wirklich gut finden, jetzt mal ganz prinzipiell. Und dann kommt der Hyundai Tucson und gibt uns die Antwort.

08.11.2015 radical mag

Der neue Hyundai Tucson ist wieder so eines! Es ist so ein auf und ab bei Hyundai. Mal bringen sie ein Auto, dass uns das Gesicht einschlafen lässt, dann kommt wieder ein richtig toller Wagen. Der Tucson gehört definitiv zur zweiten Kategorie. 447 cm misst der neue Hyundai Tucson in der Länge und passt damit genau ins Segment der mittelgroßen SUV. In dieser Klasse tummeln sich zahllose Konkurrenten, angefangen beim VW Tiguan bis hin zum Mazda CX-5. Kein leichtes Spiel also für den Koreaner. Die Frage aller Fragen ist also, wieso man sich einen Hyundai zulegen sollte, statt irgendeinem anderen Gefährt aus dieser Fahrzeugkategorie?

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© Bild: Werk

Was spricht für den neuen Hyundai Tucson?

Darauf gibt es verschiedene Antworten. Ganz klar für den neuen Hyundai spricht, dass er trotz moderner Assistenzsysteme recht günstig ist. Bei 25.990 Euro beginnt die Preisliste für einen 1700er-Diesel mit Vorderradantrieb und manuellem Getriebe. Doch diese Variante wird sich bei 4×4-verwöhnten Kunden nicht wirklich gut verkaufen. Ernsthaft beginnen die Preise bei 29.990 Euro für den Zweiliter-Selbstzünder mit 136 PS und Allrad. Und ja, es gibt auch Benziner. Und es gibt endlich auch Benziner mit ausreichend Leistung. Lange hatte sich Hyundai gegen den Einsatz von Benzin-Turbomotoren gewehrt, nun rüstet man unter anderem den Tucson mit einem 177 PS leistenden 1600er-Motor aus. Und dieser Antrieb weiß zu gefallen. Extrem laufruhig verrichtet er seinen Dienst. Dafür spürt man ihn, denn zusammen mit den 265 Nm an Drehmoment, welches der Vierzylinder bereits ab 1.500 Umdrehungen zur Verfügung stellt, fühlt man sich im Tucson nie untermotorisiert. Der 177-PS-Benziner beginnt bei 27.990 Euro. In der von uns gefahrenen Topversion ist dieser Motor an Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Gängen angeschlossen. Und, die beiden harmonieren gut, der Wagen fühl sich trotz des relativ hohen Eigengewichts von 1.770 Kilogramm agil an. Die Schaltvorgänge mögen zwar nicht so perfekt abgestimmt sein wie bei einem DSG von Volkswagen, aber so groß ist der Unterschied auch nicht.

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© Bild: Werk

Im Alltagsbetrieb gibt der Tucson den ruhigen Gleiter

Die Federung taxieren wir als sehr bequem, auch kleine Querfugen schluckt der Koreaner ohne Probleme. Wohl fühlt man sich im Hyundai aber auch wegen des guten Raumgefühls. Insbesondere vorne genießt man viel Platz und wegen der erhöhten Sitzposition, den relativ großen Scheiben und der Rückfahrkamera mit hervorragender Auflösung ist die Übersicht tadellos. Ja, die Ausstattung des Tucson „Platin“ ist wirklich umfangreich. Zwar kostet der Wagen in dieser Konfiguration 40.490 Euro, aber dafür bekommt man auch alles, was gut und teuer ist. Lederinterieur, Sitzheizung und -lüftung, alle möglichen elektrischen Helferchen und ein ganzes Paket an Fahrsicherheitssystemen. Angefangen beim Tempomaten mit Abstandsregelung bis hin zur Verkehrszeichenerkennung hat der Tucson wirklich fast alles an Bord, was die Elektronikabteilungen der Hersteller zu bieten haben. Trotz dieser Systemflut ist der Tucson einfach zu bedienen. Klar hat es vielleicht ein paar Schalter und Knöpfe mehr als bei Fahrzeugen anderer Hersteller. Andererseits muss man nicht erst einen Informatikkurs belegen, um mit komplizierten Bediensystemen mit mehreren Ebenen klar zu kommen. Einsteigen, Startknopf drücken und losfahren – das geht im neuen Tucson.

Verbrauch und Fazit

An der Tankstelle allerdings gibt es Hersteller, die es besser können. Gemäß Hyundai soll der Tucson mit seinen 177 PS genau 6,5 Liter pro 100 Kilometer verbrauchen, was einem CO2-Ausstoss von 175 Gramm pro Kilometer entspricht. Im Test war der Verbrauch deutlich höher. Das mag auch an den kühlen Temperaturen und dem geringen Kilometerstand des Testwagens gelegen haben. Aber wir finden, dass ein Realverbrauch von 8,1 Liter pro 100 Kilometer für ein Fahrzeug dieser Größe etwas zu viel ist. Trotzdem ist der Tucson in seinem Segment ein hervorragend gemachtes Auto mit einer ansprechenden Optik, viel Raum und vor allem einem sehr guten Komfort. Das auch noch der Preis und die Garantieleistungen (5 Jahre ohne Kilometerbegrenzung) stimmen, macht den Koreaner noch attraktiver.

Besten Dank an die Kollegen von radical-mag.com

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