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Ferrari 458 MM Speciale: Einzelstück auf Kundenwunsch

Der Ferrari 458 MM Speciale ist ein Einzelstück, eine Spezialanfertigung und belegt eindrucksvoll, dass der (finanzstarke) Kunde König ist. Ein pfeilschneller König.

01.06.2016 radical mag

Touring, Pininfarina, Zagato, Bertone, Giugiaro, Vignale, Scaglietti, Fantuzzi – es ließe sich ewig so weitermachen. Sie alle haben fantastische Kreationen in dünnes Blech geklopft, damals. Heute sieht das leider etwas anders aus, da kümmert man sich höchstens um neue Steppungen des Leders, paint-to-sample-Lackierungen, dann und wann neue Felgen, Hölzer, Verdeckstoffe und überhaupt, Hauptsache der Nachbar hat nicht den identfarbenen Bentayga vor der Tür stehen. Die Individualisierungsabteilungen der Hersteller kommen angesichts dieser kleinteiligsten Änderungen vor Lachen nicht mehr in den Schlaf – so nimmt Porsche gerne einmal 50.000 Euro von seinen 918 Spyder-Kunden, wenn sie das besondere „Liquid Metal“ lackiert haben wollen. Bei den Italienern sind es dann gleich ein paar Tausender für den, der seine Bremssättel nicht in rot sehen mag, sondern, sagen wir, rosa mit weißen Punkten. Wir möchten deshalb gar nicht wissen, was der Ferrari 458 MM Speciale gekostet hat.

Ferrari-458-MM-Speciale (1)
© Bild: Werk

Ferrari 458 MM Speciale: Gefertigt auf Kundenwunsch

Denn in Maranello ist man nicht nur gewitzt, was die Aufpreisgestaltung bei Farbsonderwünschen angeht, nein, hier darf man als Kunde tatsächlich noch eine Karosserie nach Wunsch bestellen. So tat es ein Brite, dem der neue 488 mit seinem Turbomotor zuwider war. Seinen 458 Speciale solle man doch bitte in etwas Einzigartiges verwandeln, so ein bisschen mit Zitaten an 288 GTO, Lancia Stratos und eben die Moderne, also F12 und 488. Ein bisschen besser dürfe die Aerodynamik auch werden und: leichter, wenn es geht, auch.

Ferrari-458-MM-Speciale (4)
© Bild: Werk

Beinahe nichts bleibt unangetastet

Und so enthüllten sie in den vergangenen Tagen feierlich in Fiorano das Einzelstück, frisch eingefahren von Testchef Dario Benuzzi, lackiert in Bianco Italia, das diesen wunderschön breit auslaufenden Tricolore-Streifen in der Wagenmitte beinhaltet. Bis auf die Türen hat das Centro Stile alle Teile des alten Speciale überarbeitet. Die CFK-Stoßfänger optimieren den Luftfluss um das Auto, dafür mussten selbst die Wasserkühler im Bug neu angeordnet werden. Zudem strömen die seitlichen Lufteinlässe jetzt nicht nur die Airbox an, sondern eine neue Simulation verbessert auch die Kühlung im Motorraum an sich.

„Visier“-Effekt

Die Windschutzscheibe mit den schwarzen A-Säulen sorgt für das gewünscht wrap-around-Design, was das Internet allerdings schon wieder zur Häme anstiftet, dass dieses one-off bloß ein teurer Lotus Evora sei.

Ferrari-458-MM-Speciale (2)
© Bild: Werk

Ein einzigartiges Juwel

Man darf derlei Kommentare getrost vergessen und sich stattdessen daran freuen, dass Ferrari auch heute noch auf den Wunsch des Kunden im Ganzen eingeht. Und auf Basis des 458 Speciale ist das etwas ganz besonders schönes, schließlich ist der 605-PS-V8 mit seiner Nenndrehzahl von 9.000 Umdrehungen ein wirklich einzigartiges Juwel, das in seiner neuen MM-Umgebung sicher noch freier aufspielen wird. Und zum Preis: da reden wir in dreißig Jahren noch einmal drüber.

Vielen Dank für diesen Beitrag an die Kollegen von radical-mag.com

  • arctic

    Mit voller Hose ist leicht stinken.
    Andererseits: zuviel Geld auf der Bank macht keinen Spass

    Also:
    Wenn man es sich leisten kann, wieso nicht.

    Hab schon hässlichere Autos um mehr Geld gesehen

  • joeh

    und olle die hämen, des gibts a beim Ford Gt..und ja der Ferrari ist geil..
    ( und ein 408 Prototyp aht des auch gehabt..)( die Googel-dodeln halt!)
    drum traurig de Ormutschgerln im Internet, wenns den Zechnkas hobeln
    in der klanen Wohnung und sich aus olde Kaffefülder die Bruntzsuppen brauen..
    San hld orme Scheisser und miassen si im Vergelich festhalten, weils sunnst depert
    werden… a Lebn..des kans is..orme Schweine..aber so wurscht :)

    4 5 8 s mm

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