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Neuer Citroen C3: Anders als die Anderen

Der neue Citroen C3 will so sein wie sein großer Bruder – der C4 Cactus – und dieses geschwisterliche Wetteifern ist sehr gut. Im Vergleich zur Konkurrenz schlagen die Franzosen einen anderen Weg ein.

06.07.2016 radical mag

Bevor wir den Blick auf den neuen Citroen C3, der ab Jänner 2017 in Österreich bestellbar ist, richten, machen wir eine kleine Zeitreise und zwar ins Jahr 2014. Denn auch wenn das ganz viele Menschen noch nicht wissen: der Citroën C4 Cactus wird eine Ikone des Automobilbaus werden. In wenigen Jahren wird die Auto-Welt verstanden haben, dass mit der Einführung des Cactus 2014 ein neues Zeitalter begonnen hat: zurück zur Vernunft, weniger Chichi, weniger Gewicht, weniger Verbrauch, weniger Ausgaben. Bis das Design des Franzosen als wegweisend anerkannt werden wird, wird es noch ein paar Jahre mehr brauchen, aber er wird auch im MoMa auftauchen, irgendwann.

Der neue Citroen C3, der kleine Bruder vom C4 Cactus

Dass Citroën das jetzt schon weiß, ist klar, schließlich haben die Franzosen den Cactus erfunden, es gewagt, die ausgetrampelten Pfade zu verlassen, endlich mal wieder einen neuen Ansatz in eine Industrie zu bringen, die auf dem besten Weg ist, sich an einem Premium-Seil selber aufzuhängen. Eine Industrie, die ihr Heil in «immer mehr» sucht, was gar niemand mehr bezahlen kann (und viel schlimmer: will), dem Kunden auch noch das autonome Fahren aufzuzwingen versucht, und nicht merkt, dass sie damit mit Vollgas in eine Sackgasse fährt. Citroën hat eine andere Abzweigung genommen, das sieht man auch beim neuen C3, der so ein bisschen der kleine Bruder der zukünftigen Ikone C4 Cactus ist.

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© Bild: Werk

Der C3 mit oder ohne Airpumps

Wer dem C3 Böses will, sieht dann zuerst wieder einmal nur die Airbumps, die viele Kritiker des Cactus schon bekrittelt haben, zumeist in völliger Unkenntnis der Sachlage: kenn ich nicht, will ich nicht. Dabei wird es den C3 auch ohne diese luftgefüllten Plastikpolster als Rempelschutz geben, ganz normal, ganz brav, weil, eben. Ansonsten sieht der C3 schon aus wie ein geschrumpfter C4 Cactus, wobei er noch ein bisschen mehr wirkt wie ein kompaktes SUV, hochgestellt. Dass er auf knapp vier Metern Länge dabei aber vier Zentimeter flacher ist als sein kugeliger Vorgänger, sieht man erst auf den zweiten Blick. Und von außen sieht man auch die 300 Liter Kofferraum-Volumen nicht, die ihn an die Spitze des Kleinwagen-Segments bringen.

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Auch innen: Cactus. Also, die größtmögliche Vereinfachung der Bedienung. Es läuft praktisch alles über einen großen Touchscreen, der etwas tiefer angeordnet ist als im Vorbild; das mag für gewisse Menschen gewöhnungsbedürftig erscheinen, ist es aber nicht, denn mittlerweile haben fast alle Hersteller den Cactus-Weg schon kopiert. Es gibt trotz aller Vereinfachung selbstverständlich alles, was der moderne Mensch anscheinend auch im Auto erwartet, volle Konnektivität (Apple CarPlay und Mirror Link; Android kommt 2017), Infotainment so, wie es sich gehört. Neu ist eine Weitwinkel-Kamera, die Bilder aus der Sicht des Fahrers erstellt, die sich dann auf den sozialen Medien teilen lassen. Datenschutz? Keine Ahnung.

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© Bild: Werk

Motorisierung, Verbrauch und Preis des neuen Citroen C3

Antriebe gibt es zwischen 68 und 100 PS, Diesel wie Benziner, anstatt des robotisierten Schaltgetriebes gibt es neu eine 6-Gang-Automatik. Man darf nach den Erfahrungen mit dem Cactus davon ausgehen, dass auch der neue kleine Citroën mit dem Kraftstoff sehr sparsam umgehen wird. Und weil Citroën in der PSA-Gruppe in Zukunft mehr so die Brot-und-Butter-Gruppe bedienen soll, darf man auch mit sehr vernünftigen Preisen rechnen.

Vielen Dank für diesen Beitrag an die Kollegen von radical-mag.com

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