© Bild: Armin Weigel / EPA / picturedesk.com
Der ADAC muss um seinen Vereinsstatus bangen.
 

Nach „Gelber Engel“- Wahlmanipulation: Justiz prüft Vereinsstatus des ADAC

Das Registergericht beim Amtsgericht München +berprüft derzeit den Status des Autofahrerclubs als Verein – ADAC überrascht von der Entwicklung

23.01.2014 APA

Nach dem Skandal um Wahlmanipulationen beim Autopreis „Gelber Engel“ des ADAC muss der Club nun um seinen Vereinsstatus bangen. Auf einen Antrag hin überprüft das Registergericht beim Amtsgericht München derzeit den Status des Autofahrerclubs, der nach dem Bekanntwerden geschönter Teilnehmerzahlen bei der Wahl zum „Lieblingsauto der Deutschen“ in der Kritik steht. Der Ausgang sei völlig offen, so eine Gerichtssprecherin.

ADAC nicht über Prüfung informiert

Über Einzelheiten wollte die Sprecherin nichts sagen. In einem solchen Verfahren wird etwa geprüft, ob die wirtschaftlichen Aktivitäten eines Vereins noch mit dem Vereinsrecht im Einklang stehen. Mit einer Entscheidung rechnet die Sprecherin in spätestens einem Monat. Der ADAC wurde von der Entwicklung überrascht. „Wir können hierzu keine weiteren Auskünfte geben, da uns die behauptete Prüfung des Registergerichts nicht bekannt ist“, sagte ein Sprecher.

Erste Beanstandung in dieser Richtung

„Der ADAC ist dem Gericht seit vielen Jahrzehnten bekannt“, fügte der Sprecher hinzu. „Wir haben auch immer wieder Kontakt und Änderungen im Register. Es gab jedoch noch nie Beanstandungen in dieser Richtung.“ Gegen Entscheidungen des Registergerichts sind nach Angaben der Sprecherin später Rechtsmittel möglich.

Mehr zum Thema
pixel