Ferrari FF stat links
Ferrari bringt was Neues: Allradkombi mit Start-Stopp-Automatik.
 

Motzarella

Jedem sein Sündenfall: Nach Porsche Cayenne jetzt Ferrari Kombi.

28.01.2011 Online Redaktion

Da werden die Traditionalisten wieder was zu tun haben. Diskussionen werden angezettelt werden, Demonstrationszüge, Pamphlete, alles wird in die Waagschale geschmissen, wenn Ferrari einen großen Schritt aus dem Rennkabäuschen wagt: Shooting Brake plus vier Sitze plus Kofferraum plus Allradantrieb. Aber der Reihe nach.

Das Auto, das es in Genf zu bestaunen und bald auch zu kaufen gibt, nennt sich „FF“, was für „four-wheel-drive“ und „four seats“ steht. Unter der sehnig gespannten Kombi-Silhouette werden also vier Personen Platz finden und auch eine Kofferraumangabe gibt es diesmal: 450 Liter. Weitläufigkeit wird dem Fond dennoch kaum zu attestieren sein, denn neben zwei Leuten und Gepäck muss hier auch das Trans-axle-Doppelkupplungsgetriebe und natürlich die angetriebene Hinterachse Platz finden.

Womit wir beim Antriebsstrang wären: Allradantrieb, erstmals überhaupt in einem Ferrari. Natürlich geht so ein fundamentaler Schritt nicht ohne Sensationen: Das von Ferrari entwickelte System soll 50 Prozent leichter sein als ein herkömmlicher Allradantrieb. Versöhnung mit der Geschichte schließt der Motor: V12-Frontmittelmotor, 660 PS (485 kW), 683 Nm bei 6000 u/min, Vmax 335 km/h, 0-100 in 3,7 Sekunden und, wieder etwas Neues, eine Verbrauchsangabe: 15,4 l auf 100 km. Brisant dafür die Ankündigung einer serienmäßigen Start-Stopp-Automatik sowie eines Mild-Hybrid-Systems mit 100 PS E-Motor.

Soviel also zum Traditionsbruch, wobei sich auch dieser Ferrari galant sowohl in Modellpalette als auch Historie einfügt. Wer in unserer schnelllebigen Zeit stehenbleibt, hat schon verloren, insofern tut so ein Lebenszeichen von Ferrari gut und in diesem Segment wurde das Erobern neuer Fahrzeugkategorien eh meistens goutiert, womit wir wieder beim Porsche Cayenne wären. Aber hier wie dort gibt es die klassischen Varianten ja auch weiterhin: 599 Fiorano, 458 Italia, California – alles da. Insofern sind die Pamphlete eher unangebracht.

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  • tomtomd

    Z3 war auch mein erster Gedanke. Naja.

  • Newtonmeter

    Ein BMW Z3-Coupe´ von Ferrari. Alles Gute.

  • sportfahrer.at

    …endlich die passende Alternative für jene denen das MQP mittlerweile zu klein geworden ist….als Hundebesitzer sind Shooting Brakes für mich sowieso die ultimative Sportwagenlösung ;-)…..diese Option, fürchte ich, wird mein Steuerberater in weiser Voraussicht allerdings nicht als "betriebsnotwendig" goutieren…..wenn doch, wird die visionäre Zukunftsbetrachtung meines Bankbetreuers nicht ausreichen diese "Investition" intern dem Riskmanager "zu verkaufen", …zumindest so lange dieser keine Ferrari-Aktien im Portfolio hat ;-)……bleibt nur weiter auf eine Familie zu verzichten und MQP ;-)

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