© Bild: ÖAMTC
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Motorrad-Jeans im Test

7 spezielle Motorrad-Jeans in der Preisklasse von zirka 200 bis 400 Euro im Test & Tipps zum Kauf

24.07.2014 APA

Motorradbekleidung muss sicher und angenehm tragbar sein und vielleicht auch noch gut aussehen. Jeans erfreuen sich bei Motorradfahrern steigender Beliebtheit. Spezielle Stoffe sollen bei speziellen Motorrad-Jeans die Abriebfestigkeit durch hochfeste Gewebebestandteile erhöhen. Der ÖAMTC hat sieben dieser Hosen in einer Preislage von zirka 200 bis 400 Euro getestet. „Hoher Sicherheitsanspruch und Tragekomfort sind schwer vereinbar“, so das Fazit von ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl.

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„Gut“ für 4 Jeans

Insgesamt erhalten vier Produkte ein „gut“: Die Passatempo-Jeans von Vanucci, die 1958 MotoRoamer von Pike Brothers, die TechDenim Hellcat der Firma Alpinestars und die IXS Jeans Cassidy II. Drei Biker-Jeans schließen mit „befriedigend“ ab, nämlich die BMW Motorradhose FivePocket, das Produkt Crackerjack von Held sowie das Modell Rebel der Firma Rokker.

Aramidfasern erhöhen Sicherheit bei leichten Unfällen

In punkto Sicherheit bieten vor allem die Modelle mit einem hohen Anteil an Aramidfasern (Vanucci, Pike Brothers, IXS) und vollständiger Protektorenausstattung einen guten Schutz bei leichten Unfällen. „Aramidfasern zeichnen sich durch ihre hohe Zug- und Verschleißfestigkeit aus“, erklärt der ÖAMTC-Techniker. Die Hosen von BMW und Rokker enthalten laut Produktdokumentation keine Aramidanteile. „Bei den Abwurftests entstanden an den Reibstellen dieser Hosen relativ große, durchgehende Löcher“, so Kerbl.

Tragekomfort und Sicherheit

In der Kombination Tragekomfort und Sicherheit schneiden die Produkte auf den vordersten beiden Plätzen, die Passatempo-Jeans von Vanucci und die 1958 MotoRoamer von Pike Brothers, am besten ab. Die Vanucci-Hose ist bei guter Abriebfestigkeit eher leicht und komfortabel, während sich die Pike Brothers eher als High-Tech-Hose mit sehr hohem Sicherheitsniveau darstellt.

Wenige Unterschiede bei Hosen mit CE-Protektoren

„Wenige Unterschiede haben sich bei der Ausstattung der meisten Hosen mit CE-Protektoren gezeigt“, erklärt der ÖAMTC-Techniker. „Lediglich das dünne Schutzpolster im Hüftbereich der Alpinestars-Jeans bietet deutlich weniger Aufprallschutz als die CE-Protektoren der Wettbewerber.“

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Tipps für den Kauf von Motorradjeans

  • Für die Anprobe genügend Zeit einplanen. Jede Jeans sollte für rund 15 Minuten getragen werden, um die Bewegungsfreiheit, den Tragekomfort und Lage der Protektoren beurteilen zu können. „Knie und Hüftgelenk sollte man beim Anprobieren stark anwinkeln und unbedingt eine Sitzprobe auf dem Motorrad vornehmen“, rät der ÖAMTC-Experte.
  • Nur mit Protektoren: Keine Hose auswählen, die an Knie und Hüfte nicht mindestens für die Anbringung von Protektoren oder Schutzpolster vorbereitet ist. Wenn Protektoren nachgerüstet werden müssen, sollte die Empfehlung des Herstellers oder Händlers beachtet werden.
  • Anprobe in kompletter Ausrüstung: Alle wichtigen Kleidungsstücke, die später auf dem Motorrad zusammen mit der Jeans getragen werden, sollte man für die Anprobe mitnehmen – das gilt besonders für die Motorrad-Stiefel und die Jacke. In Verbindung mit der Jacke kann geprüft werden, wie sich der Übergang von Jacke zu Hose gestaltet. Im günstigsten Fall lässt sich ein Verbindungsreißverschluss an Jacke oder Hose anbringen, um diesen Bereich auch gegen Zugluft abzudichten.
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