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Talbot Sunbeam Lotus: In wilder Ehe

Die Erschaffung eines sehr konkurrenzfähigen Rallyeautos gelang als höchst britische Angelegenheit: Zur milden Karosserie aus der Ladenhüter-Firma kam ein erlesener Lotus-Motor, und ohne Initialzündung durch die britische Regierung wäre nicht einmal die Basisversion zur Welt gekommen.

12.05.2016 Autorevue Magazin

Der Talbot Sunbeam Lotus ist schlanker als ein heutiger VW Polo, mit 960 kg auch deutlich leichter, und er lässt sich dramatisch schön in Kurven werfen, präzise, leicht, knurrig und saftig. Das kommt daher, dass er tatsächlich genau dafür gebaut wurde, als ernsthaftes Rallyegerät, das die WM aufmischen und nebenbei auf die zivil motorisierten Versionen des Talbot Sunbeam dynamisch abfärben sollte. Seine 150 PS kamen von Lotus, sie sind heute wie einst von einer konstruktiven Schönheit, die sich Freunden der Ingenieurskunst als Skulptur ausbreitet: Zwei obenliegende Nockenwellen, vier Ventile pro Zylinder, zwei Doppelvergaser, und hätte Chrysler nicht auf einen praxistauglichen Drehmomentverlauf Wert gelegt, dann wäre die Leistung noch höher. Zumindest das mit den Rallye-Ambitionen ...
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