Ein Auto bedeutet laufende Kosten - trotzdem wollen viele ÖsterreicherInnen nicht darauf verzichten.
 

Mobilitätswende in Österreich hat begonnen

Die mit dem Privat-Pkw gefahrene Kilometerleistung stagniert seit 10 Jahren – trotzdem wird laut VCÖ noch das gesamte Urlaubs- und Weihnachtsgeld für das Auto ausgegeben

06.11.2013 APA

Die Mobilitätswende habe in Österreich schon begonnen – seit 10 Jahren stagniere die mit dem Privat-Pkw gefahrene Kilometerleistung, zuletzt sei sie sogar rückläufig gewesen. Das gab der VCÖ (Verkehrsclub Österreich) ab Mittwoch in einer Pressekonferenz bekannt. Diese Entwicklung habe einen positiven Einfluss auf die Beschäftigung, da Autos einen hohen Exportanteil und einen geringen Arbeitskraftanteil an der Produktion hätten. Auf den Arbeitsmarkt würden sich Investitionen in den Konsum und Wohnbau weit positiver auswirken.

Privat-Pkw kostet 4.700 Euro pro Jahr

Dazu kämen die Spesen für Anschaffung und Betrieb eines Autos für die durch die hohen Wohnungs- und Energiekosten ohnehin schon belasteten Bürger. Ein Pkw belaste einen Haushalt im Schnitt mit 4.700 Euro im Jahr. „Das ganze Urlaubs- und Weihnachtsgeld geht für das Auto drauf“, rechnete VCÖ-Experte Markus Gansterer vor. Dazu kämen enorme Kosten für die Allgemeinheit. Rund 13 Mrd. Euro würden auf den Steuerzahler abgewälzt, weil es im Verkehr keine Kostenwahrheit gebe.

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