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Was er am besten kann und wo sein Schwachpunkt liegt

Die dritte Generation des Mini Cooper S ist ein wenig gewachsen, weiß mit bekannten Tugenden zu überzeugen und hat weiterhin einen Schwachpunkt.

28.04.2015 Press Inform

Der Mini Cooper S macht mit seiner Höchstgeschwindigkeit von 235 km/h und einer Zeit von 6,8 Sekunden von null auf hundert, vor allem eines: richtig Spaß. Angesichts dieser PS-Power und des Vergnügens, dass auch die dritte Generation bereitet, wenn es auf Landstraßen zur Sache geht, ist ein Durchschnittsverbrauch von 8,4 Litern pro 100 Kilometer noch akzeptabel. Das sind zwar 2,6 Liter pro 100 Kilometer mehr als der angegebene Normverbrauch, aber das muss bei artgerechter Bewegung mit viel Fahrspaß schon mal drin sein. Zumal der Mini mit einer knackigen Handschaltung ausgestattet war und der Motor nichts gegen Drehzahlen hat. Außerdem macht das Wechseln der Fahrstufen nicht nur Puristen viel Spaß.

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© Bild: Werk

Mini Cooper S sinnvolles Extra

Doch diese Längsdynamik kommt nicht ohne Nebenwirkungen. Zwar ist der Mini mit 3,85 Metern jetzt gut zehn Zentimeter länger als bisher, der Radstand ist aber nur um knapp drei Zentimeter gewachsen. Bei schneller Autobahnfahrt auf holprigen Untergrund schüttelt es die Insassen dank der straffen Fahrwerksabstimmung ordentlich durch. Hier ist es sicher vernünftig, in adaptive Dämpfer (420 Euro Aufpreis) zu investieren. Die Fahrmodi Green (Öko), Mid (Normal) und Sport bei einem Modell mit Handschaltung beeinflussen lediglich die Kennlinie des Gaspedals und die Lenkung. Immerhin gibt es gegen Aufpreis noch etwas auf die Ohren, da der Motorensound mittels zwei Lautsprechern aufgepeppt wird.

Schwachpunkt des Mini

Die Agilität ist weiterhin bei Mini der Schwachpunkt schlechthin. Mithilfe des erweiterten ESPs pfeift zwar auch der Neue leichtfüßig um die Ecken. Dabei ist es den Ingenieuren gelungen die Lenkradeinflüsse zu minimieren, aber ganz verschwunden sind sie jedoch nicht. Bei engen, schnell genommenen Kurven stößt auch das gut abgestimmte Fahrwerk an seine Grenzen und die Einschränkungen eines Frontantriebskonzeptes zeigen sich, indem der 1.2-Tonner anfängt, über die Vorderräder zu schieben. Wer verwegen das ESP deaktiviert, merkt dass der Mini Cooper S mit seinen 192 PS störrischer ist, als man vermutet. Da ist es ganz gut, dass der Lenkradkranz satt in der Hand liegt und die Sportsitze einen guten Seitenhalt vermitteln. Allerdings ist der Abstand zwischen der Oberschenkelauflage und den Beinen zu groß, was sich auf langen Strecken bemerkbar macht. In den Kurven fällt der gute Seitenhalt der Sitze positiv auf.

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© Bild: Werk

Assistenzsysteme

Die – für einen Mini – relativ hohe Sitzposition hilft zwar bei der Übersicht, nervt aber auch, da die seitlichen Sonnenschutzblenden sich zu nahe am Kopf befinden. Auch die Sicht nach hinten inklusive zu kleinem Rückspiegel ist nicht überragend, da hilft es beim Rangieren, dass der Mini eine Rückfahrkamera (290 Euro Aufpreis) verbaut hat. Das Thema Assistenzsysteme ist bei Mini hin und wieder etwas speziell. Der kamerabasierte adaptive Tempomat lässt sich nur bis 140 km/h einstellen. Ein Toter-Winkel-Assistent ist weder für Geld noch gute Worte erhältlich und die Parksensoren vorne und hinten sind ebenfalls nur gegen Aufpreis zu haben. Das aufklappbare Head-Up-Display kommt auf 420 Euro. Wer seinem Auto noch das John-Cooper-Works Aussehen inklusive protzigem Heckspoiler verpassen will, sollte 2.100 Euro locker haben. Dazu kommt natürlich noch der Grundpreis für einen Mini Cooper S von 25.740 Euro.

Lichtspiele und Konnektivität

Wer sich einen neuen Mini kauft, sollte nicht farbenblind sein. Viele Aktionen werden mit Farbtönen im runden Ring um das Kombiinstrument mit verschiedenen Farben – zum Beispiel rot für warme Temperaturen und blau für kälter – untermalt. Dieses Lichtdesign kann natürlich auch abschalten werden. Was nichts daran ändert, dass die Konnektivität im Mini genauso gut ist, wie in einem BMW: Smartphones, egal ob Apple oder mit Android-Betriebssystem können ohne große Probleme integriert werden, spezielle Apps sorgen für Web-Radio-Empfang, die Anbindung an soziale Netzwerke, wie Twitter, ist ebenso kinderleicht, wie das Darstellen von Kalendereinträgen. Da wird es bei einem Stau nicht langweilig.

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© Bild: Werk

Was der Mini am besten kann

Auch wenn der Mini deutlich gewachsen ist, kommen die Ausmaße nicht konsequent im Innenraum an. Der Kofferraum hat jetzt 211 Liter Fassungsvermögen. Dazu müssen die Rücklehnen mit einem etwas fummeligen Prozedere in die sogenannte Cargo-Position gebracht werden, stehen dann  senkrecht und machen ein Sitzen im Fond unmöglich. Der variable Ladeboden ermöglicht nicht nur zusätzlichen Stauraum, sondern erleichtert auch das Beladen, bei der das Gepäck über die hohe Kante gewuchtet werden muss. Am Boden des Extrafachs zeigt die wenig wertige Abdeckung für die Ablage, in der sich die Bordwerkzeuge befinden. Doch das vergisst man, wenn man in einem Mini Cooper S um die Kurven feuert, denn das kann er immer noch am besten.

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