Tesla Roadster electric car
Elektroautos haben es nicht leicht
 

US-Elektroautobauer Miles Electric Vehicles Insolvent

Bis zu 100 Mio. Dollar Schulden bei Vermögen von bis zu 50 Mio. Dollar

13.06.2013 APA

 

Der US-Elektroautobauer Miles Electric Vehicles hat Gläubigerschutz nach Chapter 11 beantragt. Auf dem Unternehmen lasten Schulden von 50 bis 100 Mio. Dollar (37,85 bis 75,71 Mio. Euro), wie aus Gerichtsunterlagen vom Dienstag hervorgeht. Dem stünden Vermögenswerte von zehn bis 50 Mio. Dollar gegenüber. Die 2004 gegründete Firma bietet niedertourige Elektrofahrzeuge wie den ZX40S und den ZX40ST an, die meist in geschützten Bereichen wie Militärbasen oder Hochschulgeländen eingesetzt werden.

Fisker Automotive könnte der nächste sein

Wegen der hohen Kosten und der geringeren Reichweite steigen Autofahrer nur sehr langsam auf die umweltschonenden Gefährte um, mehrere Anbieter sind bereits in Schieflage geraten. So erwägt Fisker Automotive ebenfalls ein Insolvenzverfahren. Dagegen schrieb der Daimler-Partner Tesla Motors zehn Jahre nach der Gründung vor kurzem erstmals schwarze Zahlen.

Elektrofahrzeuge werden nur schwach angenommen

Auch General Motors und der japanische Autobauer Nissan haben viel in Elektrofahrzeuge investiert, der Absatz ist jedoch weiter schwach. Das Ziel von US-Präsident Barack Obama, bis 2015 eine Million Elektrowagen auf die Straße zu bekommen, nahm das Energieministerium Anfang des Jahres zurück. Auch in Deutschland kommt die Branche nur langsam in Fahrt. Das Ziel der deutschen Bundesregierung von einer Million Elektroautos bis 2020 ist noch in weiter Ferne.

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