© Bild: EPA / Mike F. Alquinto / picturedesk.com
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USA: Rückruf bei Mercedes

In den USA und Kanada werden Hunderttausende Mercedes-Pkw wegen möglicher Defekte der Heckleuchten in die Werkstätten gerufen.

29.04.2014 APA

In den USA und Kanada werden Hunderttausende Mercedes-Pkw wegen möglicher Defekte der Heckleuchten in die Werkstätten gerufen. Insgesamt müssten rund 284.000 Mercedes C-Klasse-Modelle der Baujahre 2008 bis 2011 untersucht werden, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Dienstag in Stuttgart.

Ausfall von Rücklichtern möglich

Ein Defekt an einer Verbindung könne dazu führen, dass die Rücklichter schwächer werden oder ganz ausfallen. Dadurch steige die Gefahr von Auffahrunfällen, erklärte die zuständige US-Sicherheitsbehörde.

Problem seit 2009 bekannt

Der Behörde zufolge wurde der Fehler erstmals 2009 entdeckt. Im vergangenen Jahr sei die offizielle Untersuchung begonnen worden. Nach Aussage des Daimler-Sprechers sind bisher keine Unfälle durch den Ausfall der Heckleuchten bekannt. Zu den möglichen Kosten der Reparaturaktion machte er keine Angaben.

Negativbeispiel General Motors

In den vergangenen Monaten hatten sich die Rückrufaktionen in der Autoindustrie gehäuft. Die gravierendsten Folgen hatten Defekte an Fahrzeugen der Opel-Mutter General Motors, die Unfälle mit mindestens 13 Toten verursachten und zum Thema im US-Kongress wurden. Seit Jahresbeginn musste GM 6,3 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten holen und reparieren, was im ersten Quartal zu einem Gewinneinbruch führte. Auch BMW, Ford und Toyota mussten zuletzt massenweise Autos zurückrufen. Der Volkswagen -Konzern hatte im Herbst mit 2,6 Millionen Fahrzeugen eine der größten Rückrufaktionen seiner Geschichte.

Zahl der Rückrufe steigt

Insgesamt steigt in der Autobranche die Zahl der Rückrufe, weil in der Produktion aus Kostengründen mehr gleiche Teile verwendet werden und mehr Elektronik in den Fahrzeugen steckt.

  • Ravenbird

    Bei uns undenkbar. Hier wird das Problem als einzelner Defekt angesehen und der Kunde bleibt auf den Kosten sitzen.
    Das macht VW schon lange seit der Übernahme des Konzerns durch Piech so und fährt gut damit. Die anderen Europäer haben das erkannt und handeln genau so. Es ist eine Frechheit, daß der Konsumentenschutz bei uns so derart zahnlos ist, daß er nur flüssig ernährt werden kann.
    Ich denke mit Grausen an die defekten Fensterheber der Golf III Serie. Bei uns 2500 Schilling Materialkosten plus Arbeitszeit, in Amerika kostenloser Ersatz auf Lebenszeit. Das was diese Gauner „drüben“ draufzahlen, holen sie sich beim europäischen gutgläubigen Kunden wieder zurück.

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