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Die Zauberformel: Mehr Leistung, weniger Verbrauch

Mercedes investiert in sein Antriebsintegrationszentrum und in neue Motoren für die E- und S-Klasse. Darunter jetzt neu: der nun stärkste Diesel-Pkw.

28.10.2016 Press Inform

Bei der Motorenoffensive von Mercedes will man unter anderem mit dem neuen Sechszylinder-Dieselmotoren zur Konkurrenz aufschließen. Für Großprüfstände sowie Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen haben die Verantwortlichen außerdem 600 Millionen Euro in ihr Antriebsintegrationszentrum (AIZ) investiert. Zu den Besonderheiten der hochtechnisierten Prüfstände gehören hochpräzise Drehmomentmessungen direkt an den Achsen, eine Klimahöhenkammer, in der Höhen von bis zu 5.000 Metern simuliert werden können sowie der vollautomatische Betrieb ohne Fahrer rund um die Uhr. Dass Letzteres nicht nur ein Marketingversprechen ist, sondern auch tatsächlich zutrifft, liegt nicht zuletzt an der automatischen Betankungsmöglichkeit des Testfahrzeugs während der Prüfphase. Hinzu kommt die Tatsache, dass die Art des Antriebs keine Rolle mehr spielt.

Motorenoffensive bei Mercedes

Neben dem AIZ präsentieren die Schwaben die größte Motorenoffensive in der Geschichte von Mercedes-Benz. Durch ständig strengere Umweltauflagen steigt der Druck auf die Automobilhersteller von Jahr zu Jahr. Die Strategie von Mercedes: die Forschung im Bereich der konservativen Antriebstechnologien wird verstärkt und Investitionen in hocheffiziente High-Tech-Aggregate. Drei Milliarden Euro fließen in die aktuelle Motorenoffensive. Ein wichtiger Baustein der Neuerungen ist die „Elektrifizierung des Antriebsstrangs“, so Thomas Weber – er ist als Daimler-Vorstand verantwortlich für Konzernforschung der Daimler AG und Mercedes-Benz Cars Entwicklung.

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© Bild: Werk

Überbrückung des Turbolochs

Was kann man sich darunter nun vorstellen? Ein Beispiel für diese Elektrifizierung einschließlich eines 48-Volt-Bordnetzes ist der neue Reihensechszylinder-Ottomotor M 256, der im nächsten Jahr in der neuen S-Klasse sein Debüt feiert. Von einem Turboloch soll bei diesem, mit einem elektrischen Zusatzverdichter und einem integrierten Starter Generator ausgestattetem 408 PS starken Aggregat nichts zu spüren sein. Ebenfalls mit viel Leistung ausgestattet kommt der stärkste Pkw-Diesel in der Mercedes-Geschichte daher, der Sechszylinder OM 656. 313 PS werden hier dank Stufenmulden-Brennverfahren, zweistufiger Abgasturboaufladung und variabler Ventilsteuerung freigesetzt.

Verbrauchs- und Emissionseinsparungen

Satte 476 PS schöpft der neue V8-Biturbo M 176 aus vier Litern Hubraum. Trotz seiner 700 Nm Drehmoment soll der Kraftstoffverbrauch um rund zehn Prozent verringert worden sein. Auch dieser Motor feiert in der neuen S-Klasse seine Premiere. Mit einer Literleistung von knapp 100 Kilowatt zeigt der neue Zwei-Liter-Vierzylinder-Benzinmotor M 264, dass klein nicht gleich schwach bedeutet. Neben einem Twinscroll-Abgasturbolader und einem riemengetriebenen 48 Volt-Starter-Generator gibt’s auch eine elektrische 48 Volt-Wasserpumpe. Und da Verbrauchs- und Emissionseinsparungen äußerst eng miteinander verwoben sind, wird Mercedes-Benz den ersten Partikelfilter für Benzinmotoren, der seit 2014 im S 500 eingesetzt wird, ab 2017 weiter ausrollen.

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