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Reisen auf hohem Niveau
 

Vorstellung: Mercedes-Benz V-Klasse

Die Idee, aus einem Kleinbus eine Großlimousine zu machen, wurde noch nie so konsequent verfolgt.

04.06.2014 Autorevue Magazin

Die Vergangenheit der Mercedes V-Klasse gilt als Beispiel dafür, wie schwierig es ist, an der Berührungsfläche zum Nutzfahrzeug die richtige Tonlage zu finden. Der VW-Bus legt seit Jahrzehnten die Latte, Erfolg direkt ablesbar an seiner steilen Preis­liste. Mercedes begann den ­Angriff auf den Platzhirschen Mitte der 90er-Jahre mit der V-Klasse mit Frontantrieb – das hat aber nicht so toll funktioniert. Dann Neustart mit dem Viano und Hinterrad­antrieb. Parallel dazu gab es ­immer den weniger ausge­polsterten Vito als Nutzfahrzeug. Jetzt hat der Wagen immer noch Hinterradantrieb, heißt aber wieder ­V-Klasse.

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Die neue V-Klasse verzichtet auf Sechszylinder

Für den europäischen Markt sind nur mehr Vier­zylinder-Diesel vorgesehen, Sechszylinder-Diesel und ­Benziner passen nicht mehr in die strengen EU-Verbrauchsvorgaben. Zum Einstieg gibt es nur die mittlere Variante mit 5140 mm Länge, ein Kurzer und ein Extralanger werden aber bald folgen.

Die Grundlinie der Bau­reihe lautet: sechssitziger Kleinbus, vorsteuerabzugsfähig. Die Hauptzielgruppe ist der gehobene Shuttle-Dienst jeglicher Spielart, vom Einzelfahrzeug im Hotelbetrieb bis zur Flug­hafenflotte. Für harte Rechner: Anstatt der vier Einzelsitze hinten sind auch zwei Sitzbänke zu haben. Man wünscht sich aber auch ausrüstungs­intensive Sportler und betuchte Fami­lien als Zielpublikum.

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Durch und durch Premium

Abseits aller Nützlichkeiten und Zielgruppenbefriedigungsstrategien bringt die V-Klasse vor allem eines: Sie erweitert Premium nun tatsächlich auf die Kleinbus-Ebene. Bei der Gestaltung des Innenraums ist man keine Kompromisse eingegangen. Hier finden wir den jüngsten Mercedes-Faltenwurf, der inzwischen alle neuen ­Modelle erfasst hat.

Mannigfaltige Assistenz­systeme helfen, den großen Wagen behände durch die Stadt und übers Land zu wuchten. Eine Besonderheit ist der Seitenwind-­Assistent, eine Art Aerodynamik-ESP: Durch automatischen Bremseingriff verhindert dieser ab 80 km/h, dass das Fahrzeug bei Seitenwind arg versetzt.

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