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Testbericht: Mercedes-Benz TE 350 BlueTEC 4MATIC

Behutsames Facelift, große Wirkung: Mit neuen Scheinwerfern hat die zentrale Baureihe von Mercedes wieder zu sich selbst gefunden.

22.07.2013 Autorevue Magazin

Es kommt uns so vor, als hätte es seit den mittleren Neunzigern vor allem ein Thema gegeben, das diskutiert wurde, wenn eine neue E-Klasse erschienen ist: die Scheinwerfer. Doppelt, einfach, rund, eckig, schräg, gerade, asiatisch, europäisch, schön, schiach.

Das sollte jetzt ein Ende haben.

Denn die E-Klasse ist zum Einaugenprinzip zurückgekehrt und bleibt hoffentlich auch dabei, da sich alles andere nicht ganz so bewährt hat. Die Front und vor allem eben die Scheinwerfer strahlen jetzt wieder die natürliche Würde der Marke aus.

Sonst noch: Ein neuer Motor (E 400), eine jetzt durchgängig eingesetzte elektro­mechanische Lenkung und vor allem ein Gewitter an ­Assistenzsystemen, dem neuen Unterscheidungsmerkmal Nummer eins. Es gibt jetzt ­sogar einen Assistenten für die Kreuzung, der den Querverkehr erkennt und selber bremst, wenn ein anderer das Rot nicht gesehen hat. Und ­einen adaptiven Tempomaten, der im Stau selber lenkt. Diese beiden sind mit den üblichen Spurhalte- und Totwinkel­sachen in einem 3.000-Euro-­Paket versammelt.

Die Kollateralleistung der ganzen Elektronik ist die Manifestation der Technologieführerschaft einer Marke, der das zuletzt immer weniger zutrauen wollten. Es geht jetzt aufwärts auf diversen Schienen, und die gediegenste ist die ­E-Klasse, das Kernmodell.

Es überzeugt auch in den handfesten Disziplinen.

Tolle Sitze, Riesenladeraum, die ­gewohnte Güte in der Innen­ausstattung, immer mehr aber mit ungewohnter Üppigkeit. So sind elektrisch verstellbare Vordersitze und eine elektrische Heckklappe, ein großes Farbdisplay und eine Kollisionswarnung serienmäßig. Früher hätt’s das nicht gegeben.

Der Sechszylinderdiesel mit 252 PS ist ein geräusch­armer Schieber, im Stand fast lautlos, wirklich hohe Kultur. Das Fahrwerk mercedeshaft akkurat, das ganze Auto auch auf kurviger Landstraße beschwingt und federleicht zu fahren. In der Ausstattungs­linie Avantgarde gibt’s allerdings keinen Stern auf der Motorhaube, nur im Kühlergrill, und das geht nicht. Gar nicht.

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  • Markus Polli

    Sooviel Geld!!sieht trotzdem wie diversen andern Fahrzeugen zusammengepickt aus (vorne BMW X6M Stosstange,hinten Passat).Bildschirm sieht immer noch aus als wäre er nachträglich eingebaut.

  • UJ. H.

    ..eines ist lustig, wenn man die Leute auf der Straße so fragt, was ihnen alles am aktuellen Mercedes (vor Facelift) nicht gefällt: da bekommt man fast durchwegs zu hören: „eigentlich ganz ok, schaut gut aus, besonders von vorne – nur der „Hintern“, den kann man vergessen“..usw. Was macht nun Mercedes: sie fasonieren quasi um 1 Mrd. EUR die Schokoladenseite weg und lassen das 0-8-15 Heck… da versteht man die ganze Mercedes-Philosophie nicht mehr.
    Herr Hofbauer schreibt: „..Mercedes hat wieder zu sich selbst gefunden“ – finde eher: Mercedes war noch nie weiter von sich weg!

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