Mercedes ET stat voli
Frisch und unbemerkt ins neue Modelljahr.
 

Testbericht: Mercedes-Benz TE 250 CDI 4matic

So etwas wie eine Einstiegsvariante gibt es bei der E-Klasse nicht.

01.02.2012 Online Redaktion

Überarbeitet wurde sie, die E-Klasse. Ganz behutsam feilten die Ingeniuere hier an einer Ecke und optimierten die Techniker dort ein Detail. Nein, sehen kann man diese Evolution nicht. Soll man auch gar nicht. Man soll sie spüren. Eigentlich nicht einmal das. Eine überarbeitete E-Klasse soll einen satteren Eindruck hinterlassen, als das Modell davor, ohne das der Kunde genau weiß, woher dieses Gefühl tiefster Gelassenheit kommt. An dieser Stelle soll das Geheimnis gelüftet werden.

Den Anfang macht die 7-Gang-Automatik. Eine Wandlerautomatik, kein Doppelkupplungsgetriebe. Das muss dazu gesagt werden, spüren tut man es nämlich nicht. Am Hydraulikkreislauf und der Wandlerüberbrückung wurde so lange getüftelt, bis man die Schaltvorgänge quasi komplett weggedämmt hatte. Dazu trägt auch eine neue elektrohydraulische Steuereinheit bei.

Weil man damit auch schon tief drinnen ist in den Details der Getriebeverbesserungen, sei auch gleich noch angemerkt, dass sich die Ingenieure für ein neues Getriebeöl mit verringerter Viskosität entschieden haben und die Lager und Dichtungen auf Reibung hin optimiert haben.

Gekoppelt wird dieser Strauß an Detailarbeit mit einem Stopp-Start-System. Übt man im Stillstand ausreichend Druck auf die Bremse aus, schaltet sich der Motor ab. Lockert man den Tritt, springt das Aggregat wieder an. Wieselflink, vibrationsarm.

Komplett neu ist eine Lüfterjalousie. Der Luftstrom in den Motorraum wird über sie bedarfsgerecht gesteuert.

Um bei der Suche nach Kritik nicht völlig hilflos dazustehen, wählten wir einen Vierzylinder-Diesel. Also einen Motor der zwei Zylinder weniger hat, als von Gott in dieser Klasse (unser Testwagen kostete mit Extras 72.052 Euro) vorgesehen ist. Aber von wegen. 204 PS, 500 Newtonmeter. Was willst du mehr? Und wer die Leistung nicht abruft, muss nach hundert Kilometern nicht einmal sieben Liter nachfüllen.

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Ernsthaft schrumpfen kann man den Endpreis nicht.  Die größten Kostenverursacher sind das Command-System (3545 Euro), A(ustria)-Edition-Paket mit Sitzheizung, Parktronic und ähnlichem Chichi (2438 Euro) und das Designpaket Avantgarde (2566 Euro), das so unverzichtbare Dinge enthält wie diverse Ablagefächer, ein tieferes Fahrwerk und einen zweiten Ladeboden im Kofferraum.

Quasi von selbst versteht sich, dass ein E-Klasse T-Modell mehr Nutzwert bietet, als der durchschnittliche Kunde Freizeit hat. 2100 Kilogramm darf der Kombi an den Haken nehmen und bietet dazu noch 1960 Liter Ladevolumen. Das reicht auch für einen Umzug. Die 4Matic arbeitet bei allen Herausforderungen jenseits der Wahrnehmung.

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