Lass tanzen.
 

Mercedes-Benz SLK 200 Testbericht

Einstieg in die Welt der Aristo-Drogen.

01.06.2008 Autorevue Magazin

Das Sternensystem unterteilt sich in die Mercedes- und in die Mercedesmercedes-Welt. Die Kompressor-Version des SLK ist die erste Adresse drüben im fetten Land, wo sich die innere Erregung erstmals über die kühle Attitüde der Marke erhebt und die Blutkörperchen Tango tanzen. Das hat mit der kompakten Länge des Roadsters, der gestählten Kraft und dem Heckantrieb zu tun, der zwar brav domptiert wird von der Elektronik, aber zum Freischwingen auch von der Leine gelassen werden kann.

Die 185 PS bilden ein starkes Rückgrat. Der Kraftantritt ist kompressormäßig fest, gelassen, weniger erhitzt als der eines Turbo. Das Beschleunigen ist irritationsfrei und emotional gut zu bewältigen.

Wie gelungen der designmäßige Auftritt des gefacelifteten SLK ist, erfasst man von innen heraus. Die Kombination aus schwarzem Lack und hellem Leder trägt freilich das Ihre dazu bei, allgemein verfestigt sich rund um das Auto eine Aura besten Aussehens. Mit dem Dach kommt man gut zurecht, wenn alle Handgriffe einstudiert sind. Also stets die Extra-Abdeckung im Kofferraum schließen, sonst wird an der Kreuzung der Gusto nach Frischluft per Piep abschlägig behandelt. Auch auf den Kopf sollte man beim Ein- und Aussteigen achten. Und Menschen mit heiklen Frisuren bestellen eine der optionalen Windschott-Varianten (Stoff oder Glas), Haar-Desperados kommen locker ohne aus.

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