Mercedes-Benz E-Klasse 2013 dynamisch vorne links
Der Bereich der hinteren Türen wurde mit Hilfe ­einer zusätzlichen Falte etwas ­muskulöser ausgestaltet.
 

Vorstellung: Mercedes-Benz E-Klasse

Die konsequent solide Fortschreibung der Geschichte stärkt unser Vertrauen in das Automobil.

22.05.2013 Autorevue Magazin

Wie wir wissen, werden Autos während ihres Lebenszyklus ständig weiterentwickelt und verbessert, und damit dies nicht gänzlich im Verborgenen geschieht, gibt es auch bei Mercedes zur Halbzeit des Modellzyklus ein so genanntes Facelift, also jetzt nach rund dreieinhalb Jahren. Die augenfälligste Neuerung zeigen die Scheinwerfer, die nun das ­ohnehin umstrittene Vier­augenprinzip des Vorgängers ablösen. Zweites sichtbares Merkmal der Evolution: Der Bereich der hinteren Türen und Kotflügel wurde begradigt und damit auch dramatisch dynamisiert, insgesamt steht die Mercedes E-Klasse jetzt derart hübscher und gleichzeitig seriöser da, dass man sich eigentlich nur fragt: Warum nicht gleich so?

Kaum ein anderes Auto schafft eine Modellspreizung wie die Mercedes E-Klasse

Es ist ja ein sehr weiter Bereich, den Mercedes mit seiner E-Klasse, also dem Mercedes an und für sich, abzudecken hat, von der Randzone zum Nutzfahrzeug (Diesel-Taxi) bis in Luxus- (E 500) und High-Performance-Dimen­sionen (63 AMG S 4matic) samt Umweltmascherl in Form einer Diesel-Hybridvariante.

So sind alleine dreizehn verschiedene Motorversionen erhältlich, wie in der Tabelle nebenan zu sehen. Die Vernunft beginnt beim 136-PS-Diesel und endet je nach Sichtweise irgendwo bei einer der Motorvarianten weit jenseits von 200 PS. Schaltgetriebe gibt’s nur bis 204 PS, alles darüber wird ausschließlich mit Siebengang-­Automatik geliefert. Als besonderer Höhepunkt wird der ­turbogeladene Zweiliter-Vierzylinder mit geschichteter ­Magerverbrennung, schaltbarer Wasserpumpe und 211 PS hervorgehoben, der bereits die ­Abgasnorm Euro 6 erfüllt.

 Mercedes-Benz E-Klasse 2013 Detail

Die Mercedes E-Klasse hat sich ja immer schon durch ein spezielles, gleichermaßen komfortables wie erquickliches Fahrgefühl ausgezeichnet. Diesen Abstand zur Konkurrenz will man unbedingt halten und stattet bereits die Basis­version mit selektivem Dämpfersystem aus, in der Variante Avantgarde um 15 mm tiefergelegt. So lässt sich trotz der enormen Spreizung der Fahrleistungen ein durchgängig ­typisches Fahrgefühl erreichen.

Generell gibt es nur mehr die elektromechanische Lenkung, auch in der superstarken AMG-Version. Nicht nur wegen des geringeren Energie­verbrauchs, sondern auch weil höherwertige ­Assistenzsysteme wie aktive Parkassistenten oder selbst­korrigierende Fahrbahn­assistenten anders gar nicht realisierbar sind.

Mächtig Assistenztechnik, natürlich auch in der E-Klasse

Wer so genannte Technologieführerschaft für sich beansprucht, sollte die wichtigsten technischen Errungenschaften auch in entsprechender Breite zur Verfügung stellen. Das tut man tatsächlich. So ist die Kollisionswarnung mit adaptivem Bremsassistenten serienmäßig, genauso wie das Pre-Safe-­System, das die Passagiere auf einen bevorstehenden Aufprall vorbereitet, etwa mit Hilfe ­re­versibler Gurtstraffer und automatischem Schließen der Seitenscheiben, und: die Kaffeetasse nicht zu vergessen, die aufleuchtet, wenn der Fahrer müde wird (oder telefoniert). Aber auch echte Komfort­features sind bereits im Serienumfang enthalten, etwa elek­trisch verstellbare Vordersitze oder Edelstahl-Einstiegsleisten.

Die Übersetzung der Kernfrage in die heutige Zeit, wo das Mercedes-Fahren im ursprünglichen Sinn beginnt, lautet: bei 50.000 Euro. Wenn Sie nicht den schwächsten ­Motor wollen, ein paar Extras dazuzählen und etwas Rabatt wieder abziehen, landen Sie exakt bei dieser Summe, Verdoppelung und Steigerung ­darüber hinaus problemlos möglich.

pixel