Mercedes-Benz C 250 CDI Avantgarde dyn voli
Wenn man den Schwerpunkt verrückt,...
 

Testbericht: Mercedes-Benz C

Mit dem Facelift wurde auch der Charakter der C-Klasse verändert.

03.08.2011 Autorevue Magazin

Im C-Klasse-Herzland wird die Mercedes-Grundstimmung getaktet. Und es ist eine Kunst, ein Gefühls-Tuning ohne viel Worte auskommen zu lassen. Bester Botschafter: das Lenkrad. Ob Stehen oder Fahren, das Lenkrad ist die kürzeste Verbindung zwischen Technik und dem Gutfühl-Zentrum der Psyche. Das neue 3-Speichen-Lenkrad mit den ergonomischen Daumen-Betten aus perforiertem Leder und der schmucken Alu-Einfassung als südwärts weisendem Doppelmeridian generiert es augenblicklich, dieses neue Mercedes-Gefühl. Ohne dass man weiß, wie einem geschieht. Es strömt einem der stringente Hauch moderner Frische ins Blut, die sogar akustisch untermalt ist, weil das Leder beim Drüberstreichen hier ein helles Zischen hören lässt. Dazu das neu arrangierte Interieur mit den schön modernen Ober­flächen – das sind in Summe ganz neue Vorzeichen für das atmosphärische Mercedes-Sein.

Das herausragende Lenkrad gehört übrigens zum Avantgarde-Ausstattungspaket, das 2.175 Euro kostet und äußerlich am LED-Tagfahrlicht und einem Lamellenkühler mit integriertem und damit weniger entwendungsanfälligem Stern erkennbar ist. Auch serien­mäßig hätte die C-Klasse ein neues Lenkrad, aber das ist eher klassisch gehalten.

Den 204 PSigen C 250 CDI mit seinem beeindruckenden Drehmoment von 500 Nm gab’s auch vor dem Facelift schon, mit dem Unterschied, dass der stärkste Vierzylinder-Diesel jetzt auch mit der BlueEfficiency-Technologie versehen wurde und sich zeitgeistig sparsam zeigt. Eine Ecotaste aktiviert den Spar­modus, dessen für den Fahrer auffälligste Wirkung das Absterben des Motors an der Kreuzung ist. Dem Verbrauch von 4,8 Liter aus dem amtlichen Testzyklus stehen reale 7,2 Liter gegenüber, ein Wert, der seine volle Wirkung ent­faltet, wenn man ihn an der Eindrucks-Spurtiefe misst, die eine C-Klasse mit ihrem neuen Kantenschliff hinterlässt.

Der Grundpreis von knapp 42.000 Euro ist ein gutes Augen­maß für den transportierten Wert, allerdings muss man sich zurückhalten, dass es auch dabei bleibt. Die 7-Gang-Automatik ist höchst komfortabel, das Leder eine feine ­Sache und, wie gesagt, das Lenkrad der endgültige Wechsel in die neue Mercedes-Welt.

Mehr zum Thema
pixel