Mercedes Sprinter Palette
Der nächste Sprinter wird von Mercedes allein konstruiert und gebaut.
 

Mercedes-Benz beendet Zusammenarbeit mit Volkswagen

2016 läuft die Zusammenarbeit zwischen Mercedes-Benz und Volkswagen aus.

10.09.2013 Online Redaktion

Mercedes-Benz Vans hat angekündigt, die bis Ende 2016 vereinbarte Zusammenarbeit mit Volkswagen auslaufen zu lassen. Das Unternehmen will die Produktions-Strategie auf den in wenigen Jahren anstehenden Modellwechsel beim Großtransporter Sprinter ausrichten. Die Entscheidung dürfte auch bei VW niemanden überraschen. Das Management von Volkswagen Nutzfahrzeuge hatte schon lange durchblicken lassen, dass man einen eigenen Nachfolger für den Crafter entwickle, einen Transporter auf der Basis des aktuellen Sprinter-Modells. Man werde die bis Ende 2016 angesetzte Auftragsfertigung für die Volkswagen AG im Bereich der großen Transporter vertragsgemäß auslaufen und nicht verlängern, hieß es in Stuttgart. Volker Mornhinweg, Leiter Mercedes-Benz Vans: „Beide Partner haben von der langjährigen Zusammenarbeit profitiert. Mit dem nächsten Sprinter, dessen Entwicklung gerade anläuft, werden wir letzten Endes auf die Produktionskapazitäten angewiesen sein, die wir aktuell für Volkswagen vorhalten. Deshalb werden unsere Mitarbeiter in Zukunft nur noch unsere eigenen Marken produzieren.“

Die Auftragsfertigung von Großtransportern für Volkswagen durch Mercedes-Benz hatte im Jahr 2005 mit dem Modellwechsel beim Sprinter begonnen, der letzte VW LT wurde noch bei VW in Hannover gefertigt, obwohl er bereits mit dem ersten Sprinter baugleich war. Von 2005 bis 2012 wurden für die Wolfsburger an den Mercedes-Benz-Standorten Düsseldorf und Ludwigsfelde rund 280 000 VW Crafter produziert.

Mercedes-Benz: Globalisierung der Nutzfahrzeug-Palette

Wichtigste Absatzregion für Mercedes-Benz Vans ist mit insgesamt 60 Prozent Europa. Gleichzeitig werden im Rahmen der Geschäftsstrategie „Vans goes global“ über entsprechende Produktions- aber auch Vertriebsaktivitäten vor Ort zunehmend auch die Wachstumsmärkte in Südamerika und Asien sowie der russische Markt erschlossen. So rollt der Sprinter auch in Argentinien (seit 2007) und in China (seit 2011) vom Band. Außerdem wird der Sprinter seit Juli 2013 auch in Russland zusammen mit dem Partner GAZ gebaut und in den USA in CKD-Fertigung (seit 2010) montiert. Damit ist das globale Produktionsnetzwerk des Sprinters schon heute langfristig so aufgestellt, um zukünftiges Wachstum und eine neue Fahrzeuggeneration auch produktionsseitig abdecken zu können.

Ende April 2013 feierte Mercedes-Benz Vans das Facelift des Sprinters vorgestellt, das inzwischen in Düsseldorf und Ludwigsfelde in Serie gegangen ist. Weltpremiere feierten mit dem Sprinter der serienmäßige Seitenwind-Assistent, der optional erhältliche Abstands-Warnassistent und der Totwinkel-Assistent.

Im ersten Halbjahr lag der Absatz von Mercedes-Benz Vans mit 122 059 Einheiten leicht über dem Vorjahresniveau von 120 547 Einheiten. Wachstumsbeiträge lieferten vor allem Osteuropa, Lateinamerika und China, während die schwierige Wirtschaftslage in großen Teilen von Westeuropa den dortigen Transporter-Absatz von Mercedes-Benz Vans belastete. Für das Gesamtjahr 2013 geht Mercedes-Benz Vans unverändert von einem insgesamt höheren Absatz sowie einem Ebit in der Größenordnung des Vorjahres aus.

Quelle: Auto-Medienportal.net/Sm

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