Mercedes Benz B180 CDI Blue Efficiency Seitenansicht
Breite mal Höhe.
 

Testbericht: Mercedes-Benz B 180 CDI BlueEfficiency

Definiert sich selbst, die Kompakten und den Kern der Marke neu, passt aber auch bisherigen Kunden.

03.05.2012 Autorevue Magazin

Die zweite Generation der ­B-Klasse also, und wer drei Autos zu erkennen glaubt, nämlich Kombi, Van und ­einen Kompakten, hat recht: Die B-Klasse will sich vielen Käuferschichten empfehlen, und den Mercedesfahrern ­natürlich obendrein. Das merkt man auch beim ersten Kontakt, beim Reinsetzen, das in gewissem Sinn ein Betreten im Sitzen ist, so solide und ­unantastbar wirkt alles: Die 1,5 Tonnen Gesamtgewicht des B 180 CDI sind schon ein guter Richtwert fürs Gefühl von ­Solidität, das er um seine Passagiere herum aufbaut, auch und vor allem unterwegs.

Vorne sitzt man irgendwie ­luftig, irgendwie höher als sonst bei den Kompakten, hat irgendwie sehr viel Breite innen und noch sehr viel Raum hinter sich, der mit Passagieren befüllt werden darf oder mit Gepäck. Diese vielen ­Irgendwie formen dann doch ein charakterlich gefestigtes Auto, und ein unverwechsel­bares obendrein.

Mercedes Benz B180 CDI Blue Efficiency Innenraum

Die Sitze sind eher straff und damit mercedeshaft, könnte man sagen. Am unteren Ende der Rückenlehne fühlen sie sich an, als wäre eine Querstrebe unverkleidet unter dem Stoff geblieben, da wird das Straffe dann doch ein wenig übertrieben (oder wir alle samt Bedienungsanleitung konnten das Handrad nicht finden, mit dem die Lendenwirbelstütze entschärft wird). Sehr wohl verstellbar, nämlich nicht nur in der Höhe, sind die vorderen Kopfstützen: Sie lassen sich auch in der Länge justieren, also ganz nah an den Kopf heran, bis man ein bisserl gebückt, aber absolut sicher sitzt; oder etwas weiter nach hinten, dann sitzt man aufrecht, aber der Kopf wird nicht ganz so akkurat abgefangen, wenn hinten jemand auffährt. Im Fond warten perfekte Platzverhältnisse, man ist gut eingepasst zwischen den hohen Vordersitzlehnen und der hohen Gürtellinie, aber alles hält jenen ­Abstand, der für ­bequemes Reisen wichtig ist.

Zum Sitzumlegen zieht man eine Schlaufe, die zwischen Lehne und Sitzfläche hervorschaut. Den Rest erledigt eine vorgespannte Feder, die dann freigelegten 1545 ­Liter Laderaum ließen auch Oberklasse-Kombis gut unter ihresgleichen dastehen.

Mercedes Benz B180 CDI Blue Efficiency Koferraum

Wir fuhren den B 180 CDI Blue Efficiency, also mit dem kleineren Diesel, der sich ­subjektiv nach mehr anfühlt als 109 PS und 250 Nm, behände hochdreht und nach der Warmlaufphase quasi unhörbar wird – die Geräuschdämmung ist in dieser Klasse tatsächlich stilbildend, immerhin hört man auf Reiseflug­höhe 130 die Abrollgeräusche lauter als den Motor. Das 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe rundet die Souveränität ab, sofern man 2.394 Euro investieren mag, das Fahrwerk lässt mehr Dynamik zu als die frühere B-Klasse, bleibt aber beim Komfort auf der sicheren Seite.

Überhaupt ist es die feine Balance zwischen gewonnener Dynamik und Bewahren bisheriger Kunden, die die B-Klasse ausmacht – mit einem Preis von 28.820 Euro ließe sich auch schwer auf die ­Jugend ­alleine setzen.

  • hotpans66

    ein sehr schönes Auto ,Es ist nämlich das Fahrschulauto in meiner Fahrschule.:-)

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