Honda Forza 300
Hondas Scooter besticht in fast allen Disziplinen: Bestes Handling, beste Ausstattung, bester Komfort. Einzige Schwachstellen: Wind (Autobahn) und Schotterstraße.
 

Das meistverkaufte Zweirad & die höchsten Rabatte

Warum die Roller zum Hoffnungsträger der Motorradindustrie aufgestiegen sind und wo es die höchsten Rabatte gibt.

19.05.2014 Online Redaktion

Die soziale Rangordnung unter Bikern ist durchaus subtil. So wird der Besitzer eines coolen Gefährts mit anerkennendem Handzeichen gegrüßt. Dass einem dieser Respekt auch auf einem Roller, dem Kawasaki Mittelklasse-Scooter J300, entgegen gebracht wird, ist jedenfalls neu…

Dies mag drei Gründe haben: Die Motorradfahrer halten den schnittigen Roller im Ninja-Look für ein Motorrad, sie grüßen, weil es eine „Kawa“ ist, oder die Rollerfahrer sind inzwischen akzeptiert. Vermutlich haben alle drei Motive ihre Berechtigung.

 Bedeutung der urbanen Mobilität nimmt zu

Dass Kawasaki, bis dato einer der letzten Horte puristischen Bikertums, plötzlich einen Roller produziert, deutet nämlich auf einen massiven Wandel am Zweiradsektor hin. Peter Huber, Geschäftsführer des heimischen Kawasaki-Generalimporteurs Moto, sagt: „Die Bedeutung der urbanen Mobilität ist zunehmend. Das zeigt sich am Wachstum des Rollermarktes in den letzten Jahren. Das Rollersegment ist in Europa auf 40 Prozent des gesamten Motorradmarktes angewachsen.“ Ein Geschäft, das sich Kawasaki natürlich nicht länger entgehen lassen will. Imageprobleme ortet Huber keine: „Überhaupt nicht, da auch Motorradkunden zu Rollerkunden werden und vom sportlichen Image der Marke Kawasaki profitieren.“

Verkaufszahlen sprechen für sich

Karin Munk, Generalsekretärin der Importeursvereinigung arge2Rad kennt die heimischen Zulassungsstatistiken aus erster Hand: „2007 wurden in Österreich 6.300 neue Roller verkauft, im Jahr 2013 waren es bereits 12.200.“ Träger des Roller-Booms sind bis dato vor allem die „B-Führerscheintauglichen“ 125er. Inzwischen ziehen die Verkäufe aber auch bei der Altersgruppe ab 45 Jahren an, die großvolumige Scooter als komfortable Motorrad-Alternative betrachtet. Zum Vergleich: Die Verkäufe bei Supersport- und Rennmaschinen sind seit 2007 um stattliche 60 Prozent gesunken.

Das meistverkaufte Zweirad Österreichs

Besonders attraktiv für Neu- und Wiedereinsteiger mit A- bzw. A2-Führerschein ist die neue Roller-Mittelklasse um die 300 Kubik. Eindrucksvollstes Beispiel: Das meistverkaufte Zweirad Österreichs, die Vespa GTS300ie ist eine 300er. Im Vergleichstest mit Kawas 300er-Scooter schlug sich der kultige Platzhirsch wacker, zeigte aber einige Defizite beim Beifahrer-Komfort (Fußrasten zu weit vorne), der Ausstattung und im Autobahn-Betrieb. Angestammtes Revier der Wespe ist eindeutig die City. Hier ist sie dank druckvoller Beschleunigung, schlanker Silhouette (Vorschlängeln) und Wendigkeit schlicht die Beste. Die besten Allround-Eigenschaften im Test bewies Hondas HiTech-Sofaroller FORZA 300, Kawas J300 (Hersteller: KYMCO, Taiwan) hatte die meiste Power unter der Haube.

Apropos Power

Obwohl die angegebenen Höchstgeschwindigkeiten etwas anderes suggerieren – am amtlichen Autobahn-Limit von 130 km/h kann man im Idealfall mit jedem der drei Gefährte kratzen. Als limitierender Faktor wirkt hier weniger die Motorkraft, als schlicht der Wind. Alle drei Scooter erwiesen sich am Highway als relativ windanfällig, am deutlichsten fiel das naturgemäß bei Vespas GTS300ie Super Sport aus. Die Ursachen: Gewichtsverteilung, Luftwiderstand, der relativ kurze Radstand und die kleinen 12 Zoll-Räder.

Natürlich hat das Jahr 2014 noch mehr zu bieten als nur neue Roller. Bewohner der Ostregion können sich ab 11. April beim Tullner Zweirad-Event „bike-austria“ vor Ort ein Bild machen und auch einiges testen.

bike – austria

Im Unterschied zur Konkurrenz-Messe „Motorrad 2014“ im Februar in Linz setzt man in Tulln vor allem auf den Erlebnischarakter der Bike-Show. Speziell der Test-Parcour für die „B-Führerscheintauglichen“ 125er wurde Indoor und Outdoor (Freigelände) deutlich erweitert. Darüber hinaus ist der Event in Tulln breiter angelegt als konventionelle Messen: Neben Rollern und Bikes werden hier auch E-Bikes und E-Fahrräder gezeigt, die man ebenfalls vor Ort ausprobieren kann. Einziger Wermutstropfen: Einige Marken, die ihr Messe-Budget bereits mit der „Motorrad“ in Linz erschöpft haben, fehlen.

Infos zur bike – austria

11.-13. April. Freitag und Samstag 10-18 Uhr, Sonntag 10-17 Uhr. Karten: € 8 (€ 6), Eintritt bis 18 Jahre frei. Ort: Messe Tulln. Info: bike-austria.at

Bikes und Roller mit Super-Rabatt

Vielen Dank an Rainer Grünwald von format.at

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