Fiat Panda neu 3 2011 Exterieur Statisch Front
Anfang 2012 soll der neue Panda kommen.
 

Mein Freund, der Bär

Der Fiat Panda wird erwachsen. Der neue kommt 2012.

12.09.2011 radical mag

Irgendwann werden alle erwachsen. Leider. Die tolle Kiste ist nicht mehr. Schon lange nicht mehr. Gebaut wurde das „Haushaltsgerät auf Rädern“, auch Fiat Panda genannt, von 1980 bis 2003. Über 4,5 Millionen Exemplare machten die Menschheit ein klein wenig fröhlicher. Der „nouva“ Panda kam dann 2003, aber er war nicht mehr ganz so doll, ganz sicher keine Kiste mehr, sondern halt schon fast ein richtiges Automobil. Trotzdem oder gerade deshalb konnten in sieben Jahren fast zwei Millionen Stück abgesetzt werden. Und jetzt geht Fiat noch einen Schritt weiter: Der Panda III hat zwar ein drittes Seitenfenster, das gemäß Fiat-Designchef Roberto Giolito an die erste Generation erinnern soll (die aber definitiv nur zwei Seitenfenster hatte, dies im Gegensatz zur zweiten Generation), aber mit seinen rundlichen Formen entfernt er sich maximal vom Original. Freundlicher und fröhlicher als sein direkter Vorgänger ist der Panda III aber allemal. Ein Design-Klassiker wie der neue 500er wird er aber nicht – mit dieser Aussage verbrennen wir uns kaum die Finger.

Auf 3,65 Meter Länge sind wir unterdessen angelangt, elf Zentimeter mehr als bei der zweiten Generation, 24 Zentimeter mehr als beim Anti-Statussymbol von einst. Prozentual noch heftiger ist der Zuwachs in der Breite. 1,64 Meter sind es neu, die erste Generation kam noch mit 1,49 Metern aus. Und wog gerade einmal 700 Kilo. Für einen Kleinwagen bietet der van-artig gebaute neue Panda sicher ein großes Platzangebot – so rein vom Raumgefühl her übertrifft er den ebenfalls neuen VW up! deutlich – doch mehr als in der „tollen Kiste“ ist es wahrscheinlich auch nicht. Also, so rein vom Gefühl her. Cool: die verschiebbare Rücksitzbank (das gab es vor gefühlten 100 Jahren schon beim Twingo) sowie das Tischchen, das entsteht, wenn man den Beifahrersitz nach vorne klappt.

Noch besser: das große Loch, das als Handschuhfach dient. So etwas gab es auch bei der ersten Generation. Es war jeweils spannend, was da alles zum Vorschein kam, wenn man das Ding einmal im Jahr leerte.

Bei den Motoren gibt es die üblichen Verdächtigen, also den noch ganz frischen TwinAir-Zweizylinder mit 0,9 Liter Hubraum; im Panda gibt es dieses Aggregat erstmals mit nur 65 PS. Es folgt ein 1,2-Liter-Vierzylinder mit 69 PS. Ganz oben rangiert vorerst der Zweizylinder-Turbo mit 85 Pferdchen. Auch einen Diesel finden wir, den bekannten 1,3-Liter mit 75 PS, den es schon im Vorgänger gab. Eine Erdgas-Variante wird noch nachgereicht. Genau wie eine Allrad-Version.

Airbags gibt es nun vier. Anscheinend soll das ESP nicht auf allen Märkten Standard sein, so wenig wie eine Servolenkung. Wie beim VW up! gibt es auch im Panda III einen Notbrems-Assi, der unter Tempo 30 automatisch in die Eisen steigt, wenn die Sensoren eine sich androhende Auffahrkollision registrieren. Die Preise sind noch nicht bekannt, Markteinführung ist Anfang 2012. Man wird dann, wie beim 500er, die Qual der Wahl haben zwischen zehn teilweise sehr peppigen Außenfarben, drei Innenraumdesigns und drei Ausstattungsvarianten. Gebaut wird der Panda III in der Nähe von Neapel.

Vielen Dank an www.radical-mag.com

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