Smart USA Sketch Exterieur Statisch Front
Der Fünftürer soll innerhalb der nächsten 15 Monate auf den Markt kommen.
 

Mehr Platz im Smart

Smart USA wird noch 2011 einen Fünftürer lancieren.

07.10.2010 Online Redaktion

Erstaunlich schnell trägt die Kooperation zwischen Daimler und Nissan Früchte. Zumindest in den USA. Innerhalb der nächsten 15 Monate will Smart USA einen Fünftürer auf Basis des Nissan Micra lancieren. Wie fast immer bei solchen Entscheidungen gibt es nicht nur Befürworter. Einerseits soll der Fünfsitzer das Smart-Geschäft in Amerika ankurbeln. Die Verkäufe des Zweitürers sind in den ersten neun Monaten 2010 nämlich eingebrochen – 4779 Verkaufte Stück, also ein Minus von 61,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Andererseits hat man sich in Europa mit dem Smart Forfour, der damals auf dem Mitsubishi Colt basierte) in Europa böse in die Nesseln gesetzt. Der wurde 2006 nach nur zwei Jahren Marktpräsenz eingestellt.

Der mangelnde Erfolg in Amerika hat die Verantwortlichen offensichtlich zur Eile getrieben. Ursprünglich war die Einführung eines gemeinsamen Modells deutlich später angedacht – Daimler plant bereits mit Renault die Einführung eines viertürigen Autos zwischen 2013 und 2014. Der Fünftürer wird technisch auf dem Nissan Micra basieren, soll aber ausschließlich über das Smart-Händlernetz (75 Händler) in den USA vertrieben werden. Ob das Auto ein Erfolg oder Misserfolg wird, kann dem Haupthaus in Europa zumindest vorerst egal sein, die Kosten übernimmt Smart USA.

Generell soll die Produktpalette rund um die Marke Smart ausgeweitet werden. Neben dem Viertürer, der für 2013 vorgesehen war, soll auch ein elektrisch betriebener Smart den Markt entern. Außerdem denkt man über einen Roller im Smart-Design nach. Auch an diesen Entwicklungen ist Renault-Nissan beteiligt.

Bereits im Frühjahr verkündeten die Konzernchefs Dieter Zetsche (Daimler) und Carlos Ghosn (Renault-Nissan) ihre Zusammenarbeit. Bei den Kleinwagen soll Mercedes etwas von Renault-Nissan lernen, das erste Ergebnis kommt, wie gesagt, 2011 in den USA auf den Markt. Das Unternehmen von Ghosn profitiert dafür im Premiumsegment von der Kooperation. So bekommt die Marke Infiniti beispielsweise Dieselmotoren von Mercedes geliefert, um endlich in Europa Fuß fassen zu können.

Mehr zum Thema
pixel