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Das größte Mazda-Museum befindet sich in Augsburg

Da werden die Verantwortlichen von Mazda nicht schlecht gestaunt haben, als ihnen gesagt wurde, dass sich in Augsburg die größte Mazda-Sammlung der Welt befindet.

29.05.2016 Press Inform

Wenn es um seine Mazdas geht, versteht Walter Frey keinen Spaß. Mit viel Geduld und in mühevoller Sucharbeit hatte der Chef dreier Autohäuser einen extrem seltenen Mazda Pathfinder XV 1 gefunden und gekauft. Dieser Jeep wurde in Myanmar gebaut und vom dortigen Militär genutzt. Jetzt stand so ein seltenes Vehikel in Augsburg. Nur ein Motor fehlte noch. Walter Frey, griff zum Telefon und rief den deutschen Botschafter in dem südostasiatischen Land an: „Können Sie mir einen passenden Motor besorgen?“ Der Diplomat reagierte mit wenig Verständnis auf die Sammlerleidenschaft und lehnte das Ansinnen ab. Walter Frey nahm sein Glück selbst in die Hand.

Größte private Mazda-Sammlung

Jetzt ist der grüne Pathfinder eines der Schmuckstücke der an Raritäten nicht armen Mazda-Privat-Sammlung der Familie und steht in einem ausrangierten Straßen-Depot der bayerischen Stadt. Damit ist für die Freys ein Lebenstraum in Erfüllung gegangen. Rund 200 Autos haben sich die drei Männer im Laufe der Jahre zusammengesucht, davon sind 120 Mazdas und 80 Fahrzeuge anderer Marken – darunter solche Schmuckstücke wie ein Alfa Romeo Montreal.

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© Bild: Werk

Warum eigentlich Mazda?

„Schuld“ an Walter Freys Faible für die japanische Marke und die Wankelmotoren ist ein Berufsschullehrer, der ständig über dieses Antriebskonzept schimpfte. „Also habe ich mich erst recht dafür interessiert“, erzählt Frey Senior, der damals eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker absolvierte. Diese Leidenschaft hat er an seine beiden Söhne Joachim und Markus weitervererbt. Die drei Männer lieben die Motoren mit den rotierenden Kolben und basteln in ihrer Freizeit nach an den Autos, die sie mit viel Liebe restaurieren.

Schmuckstück und auf der Suche nach einem geeigneten Raum

Eines der Schmuckstücke der Sammlung ist ein Mazda GB-Dreirad, Baujahr 1950. Der Weg zu dieser exquisiten Sammlung war steinig. Zehn Jahre reifte der Traum. Vorher frönten die Freys ihrer Sammlerleidenschaft und hatten die Autos in verschiedenen Hallen untergebracht. Der Ruhm der Augsburger schwappte bis nach Japan und beeindruckte sogar den obersten Mazda-Chef, der dem Ansinnen der Deutschen, ein Privat-Museum zu eröffnen, grünes Licht beschied. Aber bis der richtige Platz gefunden war, vergingen etliche Monate. Letztendlich fiel die Wahl auf ein baufälliges Straßenbahndepot und 2011 wurde der Vertrag unterschrieben.

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© Bild: Werk

Jetzt geht die Arbeit erst richtig los

Das Gemäuer musste in einen vorzeigbaren Zustand versetzt werden. Angesichts des erbärmlichen Zustands der Gebäude, machten sich bei den Männern Zweifel breit. Aber im Oktober ist es dann soweit, dann wird das Museum offiziell eröffnet. Dann warten rund 50 Mazdas auf die Besucher. Nun atmet das Trio auf. Vor allem, weil jetzt in den anderen Hallen wieder mehr Platz für weitere rollende Objekte der Begierde ist. Ein Auto zu verkaufen, verbieten sich die Freys.

Die Sammlung ist ziemlich komplett

„Große Lücken haben wir nicht mehr“, so Joachim, der kühler Rechner, der die beiden anderen immer wieder zur Vernunft mahnt. Die Entscheidung, ob ein Vehikel gekauft wird, wird immer demokratisch getroffen – bei drei Personen gibt es auch immer eine klare Mehrheit. Die Jagdleidenschaft der Freys ist aber noch längst nicht erloschen, im Gegenteil. Die Einzelteile des nächsten Highlights liegen schon bereit, um in mühevoller Kleinarbeit zusammengesetzt zur werden. Das Puzzle ist ein Mazda 727C Le-Mans-Rennwagen aus dem Jahr 1984. Das wird neben dem ebenso legendären und seltenen Mazda Cosmo dann auch eines der teuersten Exponate der Ausstellung.

Mazda Museum auf Google Maps

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