Maserati Quattroporte Diesel IAA Frankfurt Weltpremiere
Der Maserati Quattroporte Diesel kommt mit einer 8-Gang-Automatik von ZF.
 

Vorstellung: Maserati Quattroporte Diesel

Der Maserati Quattroporte mit Dieselmotor hatte auf der IAA in Frankfurt seine Weltpremiere. Die Eckdaten stimmen froh, der Sound bleibt ein Wackelkandidat.

13.09.2013 Online Redaktion

Am Namen müsste noch gefeilt werden. Maserati Quattroporte Diesel. Das ist schon sehr zweckorientiert. Wie wäre es mit einem coolen Kürzel? Weil, mal ehrlich: Wer würde sich denn den Schriftzug „Diesel“ vom Hersteller auf sein Heck kleben lassen. Da ließe sich viel Geld verdienen, würde man für das Weglassen des Schriftzugs Aufpreis verlangen. Vielleicht ist der pragmatische Zugang aber auch ein Zeichen dafür, dass die rechte Lust auf einen Maserati Quattroporte Diesel eigentlich fehlte.

Maserati beugt sich damit den Ansprüchen an sich selbst. Sie wollen den Absatz vervielfachen (50.000 Stück im Jahr 2015) und ein Auto mit den Dimensionen eines Quattroporte (5,26 Meter lang) wird in Europa mit einem Dieselmotor mehr Stückzahlen machen.

Maserati Quattroporte Diesel: Facts

Die Eckdaten klingen souverän. Aus seinen 3,0 Litern Hubraum holt der Sechszylinder Commonrail 275 PS und 600 Newtonmeter. Letztere liegen zwischen 1.800 und 2.800 Touren an. Auf Tempo hundert ist man nach 6,4 Sekunden, bei 250 Stundenkilometer ist Schluss mit der Beschleunigung. Ein Stopp-Start-System kommt serienmäßig, der Verbrauch soll sich bei 6,3 Litern auf hundert Kilometer einpendeln, was einem CO2-Ausstoß von 167 Gramm pro Kilometer entspräche.

Maserati Quattroporte Diesel IAA Frankfurt Weltpremiere

An den Endrohren sollen beim Diesel Sound-Generatoren liegen.

Einer der ganz großen Trümpfe Maseratis ist der Sound. Das Grollen, das Blubbern, das Schmatzen. Angeblich soll es das auch im Maserati Quattroporte Diesel geben. Dank Active Sound System. Eine Technik, die im neuen Ghibli Premiere hatte. Zwei Sound-Generatoren an den Endrohren sollen, fahrstilorientiert, den Sound verstärken. Der Fahrer kann per Tastendruck „das Klangerlebnis nochmals intensivieren“. Ob Fahrer einer Limousine, die ganz klar auf Langstrecken ausgelegt ist, das wollen, sei dahingestellt. Maserati hat die Puristen jedenfalls nicht vergessen.

Maserati Quattroporte Diesel im Vergleich

Auf dem Papier hat der Maserati Quattroporte Diesel seinen großen Konkurrenten, den Porsche Panamera mit den angegebenen Daten übrigens ausgestochen. Der leistet „nur“ 250 PS und 550 Newtonmeter, fährt lediglich 242 Stundenkilometer, verbraucht aber 0,2 Liter mehr auf hundert Kilometer. Wenn wir raten müssten würden wir sagen, dass bald ein Facelift ansteht. Über Preise hat Maserati noch nicht gesprochen.

  • diestimmeausdemhintergrund

    dann schon lieber den Jaguar XF mit 3 Liter Diesel in der S-Version auch mit 275PS und der 8-Gang Automatik für sehr viel weniger Geld und ohne die Peinlichkeit am Stammtisch sagenzu müssen „Hab mir den den neuen Maserati gekauft…“ – „Hey, super!“ – „ja, den Diesel mit zweihu…“ – „Und, das Spiel am Samstag gesehen…?“

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