Mariahilfer Straße Wien
Die Mahü bekommt eine neue Querung.
 

Neue Querung für Mariahilfer Straße

Erhält das neue Querungskonzept die Zustimmung der Bezirke Mariahilf und Neubau, wird es ab 19. Mai in Kraft treten.

29.04.2014 APA

Neben der bereits existierenden Querung Stumpergasse/Kaiserstraße wird es künftig eine weitere Möglichkeit geben die verkehrsberuhigte Mariahilfer Straße zu queren. Diese soll über die Schottenfeldgasse und Webgasse vom 7. in den 6. Bezirk führen, also über die äußere Begegnungszone. Abgesehen davon werden zwei Querungen ausschließlich für den Lieferverkehr geöffnet. Im unteren Bereich der Mahü wird es keine direkte Durchfahrt geben.

Unterer Bereich wurde kaum gequert

Verkehrs- und Planungsfachmann Werner Rosinak (Rosinak + Partner), der gemeinsam mit den Kollegen Harald Frey (TU Wien) und Roman Molitor (Komobile) sowie Vertretern der städtischen Verkehrsabteilung (MA 46) das Konzept ausgearbeitet hatte, verwies dabei auf Verkehrszählungen im Vorfeld der Verkehrsberuhigung per Mitte August 2013. Diese zeigten, dass schon damals die „Mahü“ im unteren Bereich – im Gegensatz zum äußeren Rand nahe dem Gürtel – so gut wie nie gequert worden war.

Gravierende Nachteile von möglichen Querungen

Trotzdem habe das Team mehrere Möglichkeiten für die Durchfahrt nahe der Zweierlinie geprüft und festgestellt: „Alle Varianten hätten gravierende Nachteile“, resümierte Rosinak. So würde etwa eine Querung über die Capistrangasse die Buslinie 13A behindern, jene bei der Königsklostergasse sei aus Sicherheitsgründen nicht möglich. „Es kann keine Lösung geben, die alle glücklich macht. Aber es kann eine geben, die dem möglichst nahe kommt und auch vernünftig ist“, zeigte sich Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) mit dem Expertenvorschlag zufrieden._apa-grafik-mariahilferstrasse

Das Querungskonzept im Detail

Autofahrer können ab 19. Mai über die Schottenfeldgasse und Webgasse vom 7. in den 6. Bezirk gelangen. Für die Fahrt vom 6. in den 7. Bezirk bleibt die angrenzende und bereits bestehende Querung Stumpergasse/Kaiserstraße aufrecht. Um Seitengassen zu entlasten – Staus wurden etwa immer wieder in der Stollgasse beklagt -, sind noch einige Anpassungen bei den Einbahnen geplant. In Neubau betrifft das einen kurzen Abschnitt der Schottenfeldgasse, in Mariahilf ein Stück der Stumpergasse bzw. der Otto-Bauer- sowie der Hugo-Wolf-Gasse.

Exklusiv für Lieferungen

Ausschließlich dem Lieferverkehr vorbehalten werden zwei zusätzliche Querungen sein. Jene vom 7. in den 6. Bezirk führt von der Neubaugasse in die Amerlingstraße bzw. in die Schadekgasse. Da hier die Fuzo gequert wird, ist dies nur zu den Lieferzeiten möglich. Ganztägig befahrbar ist hingegen die Liefer-Querung vom 6. in den 7. Bezirk. Hier kann man von der Capistrangasse kommend ein kleines Stück die Begegnungszone entlangfahren und dann in die Stiftgasse abbiegen. Die allgemeinen Querungen in Gürtelnähe können freilich auch von Lieferanten benutzt werden.

Die 13A-Route

Was den 13A betrifft, wird er seine jetzige Route beibehalten. An Kreuzungspunkten mit der Mahü werden künftig allerdings Ampeln wieder in Betrieb genommen. Sie sollen allerdings nur dann aktiviert werden, wenn ein Bus kommt – und die übrige Zeit „außer Betrieb“ sein, hieß es.

Offene Punkte

Abgesehen vom Verkehrskonzept sind weiterhin noch einige Details in Sachen Mahü offen – etwa Nachtparken oder „Querungshilfen“ für Fußgänger in den Begegnungszonen. „Hier wird noch gearbeitet, aber Lösungen soll es noch im Mai geben“, kündigte Vassilakou heute an.

Mehr zum Thema
  • G.Frais

    Querungen sind ja nicht schlecht, aber insgesamt vermisse ich wirklich gute Ideen mit Potential. Einfach nur den Autoverkehr rausbringen und noch mehr Schanigärten aufstellen ist etwas dürftig und für eine Stadt, die Großstadt sein möchte herzlich wenig.
    Hier ist eine Idee, die da schon etwas mehr Potential hat:
    https://www.facebook.com/MuseumsTram.MaHue
    Wär doch einmal einen Artikel wert, oder?

pixel