vassilakou und häupl
Häupl gratuliert den Grünen.
 

Mariahilfer Straße: Häupl freut sich über hohe Beteiligung

Der Wiener Bürgermeister Michael Häupl ist über das Ergebnis der Befragung zur Mariahilfer Straße erfreut. Er fordert jedoch Radfahrer-Sicherheitsmaßnahmen.

07.03.2014 APA

Der Wiener Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) ist über das Ergebnis der Befragung zur Mariahilfer Straße erfreut. Man werde die neue „Mahü“ genauso umsetzen, wie es die Anrainer entschieden haben. In Sachen Radler plädierte Häupl, der im Vorfeld des Votums gegen Radfahren in der Fuzo ausgesprochen hatte, für Sicherheitsmaßnahmen, um ältere Menschen und Kinder zu schützen.

Freude über hohe Beteiligung

„Ich sehe die Befragung jetzt genauso gelassen wir vorher“, erklärte der Bürgermeister im APA-Interview. „Aber ich verhehle nicht, dass ich mich über das Ergebnis und die hohe Beteiligung freue“, so Häupl weiter. Er habe allerdings mit einem positiven Ausgang der Umfrage gerechnet. „Hier wurde eine Sachfrage und keine Ideologiefrage entschieden und es ist ja ein vernünftiges Projekt“, meinte er. Fußgängerzonen seien auch in der Geschichte immer wieder Anlass für heftige Diskussionen gewesen, verwies der Bürgermeister etwa auf die Debatte um die Kärntner Straße und den Graben. „Aber ich bin mir sicher, in drei Jahren werden alle Leute sagen: Es war eine gute Sache.“

Aus Einkaufsstraße wird Staatsfrage

Der „Mahü“ diagnostizierte Häupl nur einen besonders hohen Aufmerksamkeitsgrad, zu dem auch die Medien beigetragen hätten, die eine Einkaufsstraße zu einer „Staatsfrage hochstilisiert“ hätten. „Es ist jetzt auch deshalb angenehm, weil man vorher sehr schwer mit anderen Themen durchgekommen ist. Und ich habe immer wieder gesagt, dass es eigentlich wichtigere Themen für eine Stadt gibt“, betonte der Bürgermeister. Eine Auswirkung auf die Wiener Gemeinderatswahl 2015 wollte er aus dem Befragungsergebnis nicht ablesen: „Da werden sicher andere Dinge maßgeblich sein.“

Gratulationen per SMS

Auch auf die Koalitionszusammenarbeit, die immer „ordentlich und vertrauensvoll“ sei, werde von der Pro-Fuzo-Entscheidung nicht beeinflusst. „Ich habe dem Koalitionspartner eine SMS geschickt mit Gratulation und Freude“, so Häupl. Dennoch wird der Bürgermeister nicht an dem von Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) einberufenen „Mahü-Gipfel“ am Mittwoch teilnehmen: „Wenn mich die Vizebürgermeisterin auf einen Kaffee einlädt, komme ich natürlich. Aber dieses Treffen war ausschließlich für die Klubobleute gedacht.“

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