Mansory Carbonado
Nein, so etwas haben Sie noch nicht gesehen.
 

Die Welt ist nicht genug. Niemals.

Teil eins unserer kleinen Tuning-Serie: ein Lambo, viel Leistung und noch mehr CFK.

06.03.2013 Online Redaktion

Manchen kann ein Auto nie arg genug sein. Immer mehr Leistung, mehr Style, mehr Blingbling. Aber irgendwann gibt es einen Knall. Eine Linie, hinter der jegliche Kontinuität der kapitalistischen Brotvermehrung und Wertschöpfung im Sog ihres eigenen Wahnsinns gerinnt zu einem Gesamtkunstwerk für die Ewigkeit. Der Mansory Carbonado parkt hinter dieser Linie. Ein Lamborghini Aventador, komplett gestrippt und wieder aufgebaut aus CFK-Teilen, im einzigartigen Stealth-Look, wie Mansory betont. Man steht nur davor und glotzt und beginnt irgendwann hysterisch zu lachen. Und das Spiel wiederholt sich jedes Mal, wenn man am Carbonado vorbeikommt. Ein Style, der seinesgleichen sucht, jeder Proleten-X6 mit Pseudo-Carbon-Folierung erscheint einem fortan noch lächerlicher.

Der Innenraum wurde ebenfalls aufgewertet mit feinstem, gestepptem Leder, hübschen Schriftzügen und geschmackvoller Farbkombination. Und CFK-Teilen. Aber die große Sause wartet hinter den zwei Sitzen: Mansory hat dem ohnehin schon nicht armseligen V12-Zylinder-Motor zwei Turbolader angelegt und holt damit 1250 PS aus der Maschine, in Worten: tausendzweihundertfünfzig. Da nutzt es auch nichts, dass Bugatti seine Veyrons nun in verspiegelter Lackierung ausstellt. Richtig bescheiden wirkt dagegen das maximale Drehmoment: 690 Newtonmeter, elektronisch begrenzt. Da scheint das Getriebe einen Strich durch die Rechnung zu machen. Der Sprint auf 100 km/h ist trotzdem in 2,6 Sekunden erledigt, der Tacho bleibt erst bei 380 Stundenkilometern stehen. Die Passanten bleiben schon bei 0 km/h stehen. Garantiert.

>> Weiter in der Tuning-Serie:
der Hamann Mystère
der Brabus 800 Widestar
der Ruf RT35 Roadster

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