Ein Lkw von Scania steht einem von MAN gegenüber.
Scania legt Einspruch ein, VW ist erzürnt.
 

VW-Töchter streiten um Auftrag

Die VW-Töchter Scania und MAN streiten um einen Milliardenauftrag, der nun möglicherweise neu Ausgeschrieben wird.

29.12.2013 APA

Ein an MAN zugesicherter Großauftrag mit einem Volumen über 2,2 Milliarden Euro droht zu platzen und damit würde der VW-Konzern ein bereits sicher geglaubtes Geschäft verlieren. Das pikante Detail: Ausgerechnet Scania, ebenfalls eine VW-Tochter, ist der Auslöser für eine mögliche Neuausschreibung des Auftrags von schwedischen und norwegischen Streitkräften, so der „Spiegel“ in der Montagsausgabe.

Auftrag könnte an Konkurrenten gehen

Eigentlich wollten die Militärs den Großauftrag zum Kauf von Militärlastwagen an das Gemeinschaftsunternehmen Rheinmetall MAN vergeben. Dagegen legte der beim Ausschreibungsverfahren unterlegene Lkw-Hersteller Scania aber Einspruch ein. Jetzt prüfe die schwedische Wettbewerbsbehörde den Deal, schreibt der „Spiegel“. Dies könne dazu führen, dass der Auftrag neu ausgeschrieben wird und letztlich ein Konkurrent den Zuschlag erhält.

Streit der Töchter erzürnt VW-Chef

Dass eine VW-Tochter (Scania) die andere (MAN) derart attackiert, „ist eine Riesensauerei“, sagte ein VW-Manager dem „Spiegel“. VW-Chef Winterkorn sei über den konzerninternen Streit „stinksauer“. Mittlerweile habe Scania seinen Einspruch zwar zurückgenommen, doch die Überprüfung der Auftragsvergabe durch schwedische Behörden werde dadurch wohl nicht gestoppt.

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  • Niederlaendischeroldtimermurks

    Militäraufträge haben immer einen zutiefst politischen Hintergrund.

    Piech wird schlussendlich nur Scania überleben lassen, da Södertälje im Gegensatz zu München nicht in einem von den USA besetzten Gebiet liegt. Und er nebenbei damit den prätentiösen Münchener Wasserkopf los wird.

    Welche offizielle Diktion dann lanciert werden wird, ist Nebensache.

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