Das MILA Blue Konzeptauto
Premiere für den Mila Blue in Genf.
 

Magna Steyr präsentiert Leichtauto in Genf

Auf dem Genfer Auto-Salon 2014 wird das von Magna Steyr entworfene Konzeptauto Mila Blue vorgestellt. Mit nur 670 Kilogramm ein echtes Leichtgewicht.

26.02.2014 APA

Auf dem kommende Woche beginnenden Auto-Salon in Genf 2014 wird Magna Steyr sein mittlerweile siebentes Konzeptfahrzeug aus der Mila-Reihe öffentlich vorstellen. Bereits am Mittwoch lüfteten die Entwickler in Graz die Geheimnisse des extra leichten Mila Blue, der auf Basis des Projekts CULT entstanden war. Letzteres hatte im Vorjahr den Staatspreis für Mobilität gewonnen.

Das MILA Blue Konzeptauto

© Bild: magnasteyr.com

Genf als wichtigste Show

Der Mila Blue gilt wie schon die anderen Konzeptfahrzeuge von Magna als reiner Innovationsträger: „Nein, wir sind nicht am Weg ein eigenes Auto zu bauen, aber Innovation ist am besten am echten Auto dazustellen“, stellte Marketing-Vorstand Gerd Brusius klar. Der Autosalon in Genf sei für den Zulieferer die vielleicht wichtigste Show, um Kontakte zu knüpfen und Öffentlichkeit zu bekommen. Mit dem Mila Blue unterstreiche Magna Grundlegendes: „CO2-Einsparung geht über das Gewicht, wir müssen Fahrzeuge leichter machen“, so Brusius.

Das MILA Blue Konzeptauto

© Bild: magnasteyr.com

Ohne Leistungsverlust Emissionen sparen

Mit einem an den Body Mass Index (BMI) angelehnten „Car Mass Index“ von 49 Gramm CO2 pro Kilometer und einem Leergewicht von etwa 670 Kilogramm ist der Mila Blue ein Beispiel für die vielen Möglichkeiten, Emissionen einzusparen, „ohne Leistung und Emotion“ zu verlieren, so Chef-Designer Andreas Wolfsgruber. Die Optik unterstreiche die Leichtigkeit mit „schwebender“ Dachlinie und Schwellern, die das Fahrzeug „heben“. Trotzdem stehe der Wagen „bullig“ auf der Straße.

Das MILA Blue Konzeptauto

© Bild: magnasteyr.com

Aufgeräumter Innenraum

Gewicht wurde vor allem im Innenraum gespart: Strukturteile wurden mit feinen Oberflächen versehen, um klassische Innenraumverkleidungen weglassen zu können. Materialien wie Aluminium, Magnesium und Teile aus Verbundwerkstoffen kommen zum Einsatz. Beim „Downsizing“ werden zum Beispiel statt Außenspiegel leichtere Kameras verwendet, die das Bild in das Cockpit übertragen.

Erdgas-Hybridantrieb

Auch beim Motor konnte eine leistungsärmere Variante herangezogen werden, da diese das leichte Kleinfahrzeug immer noch locker flott bewege. Das Antriebskonzept des Mila Blue setzt auf einen Erdgas-Hybridantrieb (CNG – Compressed Natural Gas in Kombination mit 12 V-basierten Elektromotor). Werde statt Erdgas Biogas verwendet, sinke die CO2-Bilanz sogar auf weniger als 36 Gramm CO2 pro Kilometer. Das Konzeptfahrzeug ist um rund 300 Kilogramm leichter als vergleichbare Autos in normaler Bauweise.

Mila-Serie seit 2004

Seit 2004 arbeitet Magna Steyr an seiner Mila-Serie. Vor zwei Jahren wurde u.a. ein innovatives Faltdachkonzept beim Mila Coupic vorgestellt, das es bisher aber noch nicht in Serie geschafft hat. Einzelne Komponenten und Ideen der Magna-Konzeptfahrzeuge seien in dem einen oder anderen Fahrzeug der Kunden in die Entwicklung geflossen, konkrete Hersteller wollten die Verantwortlichen jedoch nicht nennen.

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