Toyota Auris dyn vore
Wieder Senf für den Auris. Botschaft: Es wird!
 

Love Comes Tumbling

Keine Liebe auf den ersten Blick, aber schließlich doch: Freundschaft.

28.04.2011 Online Redaktion

Wieder einer, der seinen Senf zum Dauertest des Toyota Auris abgibt – dieses Auto muss den Redakteuren besonders auf dem Herzen liegen. Tut es, weil ein Toyota plus ein Auris plus ein Hybridauto nicht gerade das ist, was jemand, der im Alltag auch mal in einem Audi A6 oder Highline-Passat zu sitzen kommt, freudigen Herzens nach Hause fährt. Es fehlt das Prickeln, es fehlt der Pep, es fehlt der Punch.

Aber nun ist etwas passiert. In der Beziehung zwischen mir und dem Toyota. Auch ich war bisher wenig begeistert von diesem Testwagen, im Wesentlichen deshalb, weil nach rund 2000 Kilometern der Verbrauch (über sechs Liter) nicht entschädigen konnte für das sedierte Herumschlurfen, das ich mit diesem Auto praktizierte, auf der Suche nach einem schönen Fahrtenbucheintrag („endlich 3,8 Liter, juchee!!“ zum Beispiel). Außerdem war Autobahn mühsam, weil zäh und Bergstrecken … siehe Blogeintrag Rudi Skarics.

Über die Osterfeiertage ergab sich nun wieder die Möglichkeit, Zeit und Kilometer mit dem Hybridius zu verbringen, ich trug es mit Fassung und beschloss, den Toyota wie ein normales Auto zu fahren. Scheiß auf Dreikommaacht. Und mit dieser Einstellung kam ich zu dem Punkt, wo ich Frieden, ja sogar so etwas wie Freundschaft schließen konnte mit dem Toyota. Passt irgendwie zu Ostern.

Toyota Auris Detail

Innsbruck ist prädestiniert für ein Hybridauto, weil’s immer wo hinauf- (oft 30er-Zone) oder hinuntergeht (hinunter ist der 30er dann nicht so tragisch). Also kann man viel rekuperieren und wenn man den Toyota bergauf ein bissl dahinsiechen lässt,  stört das eigentlich niemanden. Für längere Bergetappen drückte ich den PWR-Knopf, das steht für „Power“ (den Japanern sind die Vokale ausgegangen) und entledigt den Auris jeglicher Spritspargängelung. Und jeglicher akustischer Hemmungen. Aber es geht voran. So fuhr ich dahin, ersetzte die Energiemanagementanzeige durch Datum und Außentemperatur (Hey, das ist auch spannend! Schon 24 Grad draußen!!) und siehe da, nach fast einer Woche konnte ich mit geschwellter Brust zum Tankeintrag ins Fahrtenbuch schreiben: „5,0 Liter; Stadtverkehr“. Und das war gerundet. Der Taschenrechner vermeldete nämlich 4,96 Liter, der mit Abstand geringste Wert bisher (das Maximum liegt bei 8,3 Litern). Der Bann war gebrochen.

Ich konnte das lautlose Einparken nun ebenso genießen wie das insgesamt tadellose Auto (gutes Radio, Tempomat). Und als ich auf der Autobahn einmal kurz die Musik ausschaltete, war der Auris eigentlich auch nicht lauter, als ein normaler Benziner ohne sechsten Gang…

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