Passmarathon
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Longitudinalwelle

Hintergrundinformationen zu unserem Pässemarathon.

03.08.2011 Online Redaktion

Viele Anfragen erreichten uns in den letzten Tagen zu Auskünften über unseren Pässemarathon in der Autorevue 8/2011. Wer die Geschichte noch nicht gelesen hat: Wir nahmen hier 24 Passstraßen in 24 Stunden unter die Räder eines Mazda MX-5. Hier finden Interessierte nun weitere Informationen zu Route und Allerlei, wer etwas vermisst, soll sich bitte per Kommentar, Anruf, Mail etc. melden, wir werden Auskunft geben!

Unsere Route führte von Bregenz nach Wien, die Gesamtstrecke betrug 1736 Kilometer. Insgesamt verbrauchten wir dabei 180,5 Liter Benzin, was einem Durchschnittsverbrauch von 10,4 Litern pro 100 km über die gesamte Strecke entspricht. An den Etappenverbräuchen kann man den Grad der fahrerischen Anspannung erkennen: Relaxte 7,7 Liter auf der ersten Etappe (zwischen Tankstopp und Startschuss lagen allerdings noch ein paar gemütliche Autobahnkilometer) stehen einer Höchstleistung von 13,9 Kilometern gegenüber, letztere wurde von unserem Hofrennmeister Xaver ins Fahrtenbuch eingetragen. Ein Nachtzuschlag sozusagen.

Im Folgenden die Beschreibung der Route – für alle, die mit dem Finger auf der Karte oder mit dem Auto auf dem Asphalt nachfahren wollen.

Die erste Etappe biegt in Rankweil von der Autobahn ab und führt über das Furkajoch und die Wegpunkte Innerlaterns, Damüls, Sonntag nach Bludenz. Von dort geht es geradeaus ins Montafon: Gaschurn, Bielerhöhe, Ischgl, durch das Paznauntal bis an die Arlberg-Schnellstraße. Von der Abfahrt St. Anton geht es über den Arlberg, hinter der Passhöhe nach rechts über den Flexenpass. Zürs, Lech, dem Lechtal folgen bis Häselgehr. Dann folgt die Abzweigung nach Süden auf das Hahntennjoch über Bschlabs und Pfafflar nach Imst. Nach der Ortseinfahrt Imst geht’s nach links Richtung Nassereith, Fernpass. Der Fernpass war allerdings verstaut (der Stau ist, so heißt es, den ganzen Sommer hindurch dort), statt über Reutte und Garmisch-Partenkirchen bogen wir in Nassereith nach Westen über den Holzleithensattel Richtung Mieming ab, von dort ging es hinunter nach Telfs und gleich wieder hinauf nach Mösern und Seefeld. Von Seefeld führt der Zirlerberg hinunter ins Inntal.

Die zweite Etappe führt vorbei an Kematen, hinein ins Sellraintal (Wegpunkte Sellrain, Kühtai) und über den Ochsengarten hinunter ins Ötztal. Nach den verschiedenen Talstufen des Ötztals geht es hinauf auf’s Timmelsjoch, dahinter liegt dann schon Südtirol (Moos im Passeier, oder auf italienisch: Moso in Passiria). Von St. Leonhard (San Leonardo in Passiria) führt der Jaufenpass nach Sterzing (Vipiteno), von dort geht es über den Brenner ins Wipptal, für die Strecke bis Jenbach im Inntal nahmen wir die Autobahn. Von Jenbach biegt das Zillertal gen Süden ab, bei Zell am Ziller zweigt die Gerlosstraße von der Zillertaler Umfahrungsstraße ab. Auf der anderen Seite des Gerlospasses liegt Krimml mit seinen Wasserfällen, weiter geht’s über Wald im Pinzgau und Mittersill, dann scharf links auf den Pass Thurn und hinunter nach Kitzbühel. Bundesstraßen führen von dort über St. Johann in Tirol, Fieberbrunn und Saalfelden nach Zell am See.

Die dritte Etappe startet in Zell am See und führt über den Großglockner nach Osttirol: Heiligenblut, Winklern, Dölsach. Weiter geht’s nach Kärnten, bei Oberdrauburg nach links über den Gailberg Richtung Kötschach-Mauthen, dann durch’s Gailtal bis Hermagor. Von dort bogen wir links ab über den Kreuzbergsattel, nach Greifenburg und Steinfeld fuhren wir am Knoten Spital auf die Tauernautobahn (der Zeit halber). Von der Abfahrt Rennweg am Katschberg führt die Route weiter auf die Katschberghöhe, vorbei geht’s an St. Michael im Lungau, Tamsweg und Predlitz auf die Turracher Höhe. Auf dem Weg nach unten bogen wir in Reichenau nach links ab auf die Hochrindl Landesstraße und fuhren über Schuß, Hochrindl und Neualbeck ins Gurktal. Die nächsten Wegpunkte: Klein-Glödnitz, Torf, Flattnitz. Von der Flattnitzer Höhe aus führt die dritte Etappe von Stadl an der Mur bis Murau durch das Murtal und dann nach Norden über den Sölkpass (Rottenmann, St. Nikolai im Sölktal) ins Ennstal und schließlich nach Liezen.

Die finale Etappe führt an Admont und Trieben vorbei auf den Triebener Tauernpass, an St. Oswald-Möderbrugg, Judenburg und Weißkirchen in der Steiermark vorbei über den Obdacher Sattel nach Kärnten ins Lavanttal. Zwischen der Anschlussstelle Bad St. Leonhard und St. Andrä machten wir auf der Südautobahn Zeit gut, von dort geht es über St. Paul im Lavanttal und St. Margarethen nach Lavamünd, nach der Ortsdurchfahrt biegt linkerhand die Südsteirische Grenzstraße auf den Sobothpass ab. Weitere Wegpunkte: St. Oswald ob Eibiswald, Eibiswald, Schwanberg, Deutschlandsberg. Von dort führt die Route über Hochwald, Freiland bei Deutschlandsberg und Rettenbach auf die Pack, vom Packsattel geht’s über Edelschrott, Köflach, Gaberl und Großlobming nach Knittelfeld. Endspurt. Murtal Schnellstraße, später Semmeringschnellstraße, so geht sich auch noch der Semmering innerhalb der 24 Stunden aus.

Bei weiteren Fragen einfach melden oder kommentieren! Viel Freude auch mit den anderen spannenden Geschichten in der Autorevue 8/2011

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    Teile dieser Strecke sollten zum Straßenkulturerbe ernannt werden, schade nur wegen der stark schwankenden Asphaltqualität unserer Alpen (vgl. alte Gerlos und Gaberl). Von Weißkirchen nach Großlobming fährt man nicht über das fade Lavantal sondern über den Ring. ;-)

  • @Stef_87: danke für den Tipp, Name wurde ausgebessert.

  • Spitzen Tour, mit einem schönen Auto! Und ihr verdient euer Geld damit, da könnt ma fast neidisch werden *gg*

  • Stef_87

    Coole Sache, nur eine kleine Korrektur:

    Weißkirchen, nicht Weißenkirchen. Komme aus der Gegend, könnt mir also glauben ;)

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