Der Lexus CT 200h
Hier kommt der luxus, ähm Lexus Griller.
 

Vorstellung: Lexus CT 200h

Lexus setzt optisch auf einen gaaanz mächtigen Kühlergrill. Auch beim gerade überarbeiteten CT 200h. Aber so viel Sport wie die Optik suggeriert, ist nicht drin…

28.02.2014 radical mag

Und, wir müssen den Japanern ein Kränzchen winden. Anders als bei der ersten Version des kompakten Hybrid-Fünftürers reden sie nun selbst nicht mehr von Sport. Und haben das Fahrwerk deutlich komfortabler abgestimmt. Jetzt passt Systemleistung und Fahrwerk richtig gut zusammen. Den im Bug arbeitet dasselbe System, wie in zahllosen anderen Hybridmodellen von Toyota und Lexus. 136 PS aus einem Benzinmotor, dazu ein Elektroantrieb, gekoppelt an ein stufenloses Getriebe._Lexus-CT-200h-kuhlergrill

Elektroauto als Möglichkeit

Man kann rein elektrisch Fahren und sitzt in einem tadellos verarbeiteten Auto. Der Lexus hat also alles, um Erfolgreich zu sein? Ja, in der Theorie ist das so. Und trotzdem zweifeln wir, dass der neuen CT 200 ein großer Erfolg wird. Zumindest in der Schweiz. Und, mit einem Verkaufsziel von 200 Fahrzeugen ist man auch beim Importeur… Naja, sagen wir mal  vorsichtig optimistisch._Lexus-CT-200h-front2

Innen: prima Verarbeitung

Bleiben wir bei dem, was wir sicher wissen. Im überarbeiteten Lexus ist alles so, wie in den anderen Modellen der Toyota-Luxustochter auch. Will heißen: prima Verarbeitung, im Fond eher etwas knapp geschnitten, ein sehr gutes, wenn auch nicht ganz einfach zu bedienendes Multimediasystem (die Steuerung per Maus ist einfach nicht für alle gleich spannend) und schöne Details. Aber, irgendwie will der Funke einfach irgendwie nicht überspringen._Lexus-CT-200h-heck

Der Teufel steckt im Detail

Da sind Kleinigkeiten, wie zum Beispiel beim teuren F-Sport-Modell. Statt dass die Alus (maximal 17-Zöller) richtig satt die Radhäuser ausfüllen, ragt die Karosserie gefühlte 20 cm über die Räder hinaus. Besonders am Heck wirkt das einfach: unstimmig. Aber eben, er soll ja jetzt auch nicht mehr sportlich sein, der CT.

Gute Beschleunigung

Den wohl größten Fortschritt hat mein beim kleinen Hybrid wohl bei der Abstimmung des CVT-Getriebes gemacht. Ich weiß, wir wiederholen und, und wir mögen diese Getriebe nach wie vor nicht sonderlich. Aber, im CT 200h kann man nun tatsächliche gut Beschleunigen, ohne sich die unsägliche Soundkulisse eines kleinen, gequälten Vierzylinders anzuhören. Die Verbindung aus Geschwindigkeitszunahme und Motorgeräusch ist nun einigermaßen passend._Lexus-CT-200h-oben

Rennauto ist der CT 200h keines

Natürlich gewinnt man mit dem CT 200h wohl keinen Grand-Prix (0-100 km/h in 10,8 Sekunden). Aber eben, zum mitschwimmen im Verkehr reicht es auch dank Unterstützung des Elektromotors wirklich locker. Wieso man allerdings bei einem nun auf Komfort getrimmten Auto mit Jahrgang 2014 auf die Komfortblinkfunktion verzichten muss, ist definitiv nicht nachvollziehbar._Lexus-CT-200h-seite

Der geringe Verbrauch

Ach ja, verbrauchen soll der Japaner auch nicht viel. Mit 15-Zoll-Rädern (ja, das gibt’s noch, ist bei meinem Volvo von 1994 das Originalmaß…) soll der Lexus 3,6 Liter auf 100 Kilometer schlucken, was einem CO2-Ausstoss von 82 g/km entspricht._Lexus-CT-200h-seitlich

Überzeugendes Navigationssystem

Das ist vielleicht sogar möglich. Im hektischen Verkehr während der ersten Testfahrten in und um die italienische Hauptstadt allerdings stand bei uns eine 6 vor dem Komma. Auf der Höhe der Zeit scheint uns das Navigationssystem. Hat man sich an die Bedienung gewöhnt erfreut es durch sehr genaue Ansagen, rasche Neuberechnung und einigen nützlichen Zusatzfeatures. Und, wie gesagt, das Fahrwerk steckt einiges Weg._Lexus-CT-200h-heck

Bitte ein Sportmodell

Die Via Appia, die weiß Gott keinen Hehl daraus macht dass sie biblischen Alters ist, steckt der Lexus ohne Knarzen und Klappern weg. Was fehlt also zum Erfolg der CT-Linie in der Schweiz? Vielleicht einfach ein Sportmodell, aber dieses Feld beginnt Lexus ja bald richtig zu beackern. Erste Beispiele dafür, wie zum Beispiel der RC F gibt es ja bereits.

Vielen Dank an die Kollegen von radical-mag.com

  • Autojoe

    Ganz passables Auto,aber der Kofferraum ist mir beim besten Willen zu klein. Verstehe die Batterien benötigen auch einiges an Platz, dies haben die Japaner beim Auris um einiges besser gelöst.

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