Racing rookie Leserblog Marchtrenk Wildcard
 

Letzte Abfahrt Marchtrenk

Die ersten Finalisten stehen fest. Damit im Umkehrschluss auch die ersten, die auf eine Wildcard hoffen.

10.04.2011 User

Die erste Vorausscheidung des Racing Rookie hat sein Netz ausgeworfen. In Marchtrenk fischten wir uns die sechs Teilnehmer heraus, die sich die wenigsten Fehler erlaubten (dazu bald mehr in der Autorevue 5/2011 und hier auf www.autorevue.at). Doch natürlich gibt es auch in diesem Jahr noch eine Wildcard zu vergeben.

Diese wird von den Instruktoren des ÖAMTC vergeben. Bei den Vorausscheidungen machen sie sich zu jedem Namen Notizen. Gerade die Lehrer erkennen natürlich, ob Glück, Pech oder Können gerade eine brenzlige Situation entschieden hat. Aber in diesem Jahr können Teilnehmer auf sich aufmerksam machen. Wer uns seine Geschichte vom Racing Rookie schickt (an seidel.christian@autorevue.at), dessen Ergebnisse schauen sich die Kollegen vielleicht noch einmal etwas genauer an.

Ihr könntet beispielsweise begründen, warum ihr ausgeschieden seid oder wie ihr euch eine Karriere als Rennsportler vorstellt. Die Länge des Textes ist egal, Hauptsache kreativ.

Hier sind die ersten und hoffentlich nicht letzten Bewerbungen und Stimmen vom Racing Rookie in Marchtrenk:

Felix:
Warum ich die Wildcard bekommen sollte? Naia, ich denke, das auch mal einer, der nicht vorne mit dabei war eine Chance bekommen sollte. Immerhin verhält sich ein Rallye-Auto im Drift ganz anders als ein Roll-Car. Natürlich macht auch nur die Übung den Meister.

Es war ein tolles Event. Auch wenn ich es nicht ins Finale geschafft habe, bin ich nächstes Jahr sicher wieder dabei

Ps.: Ich würde mich auch über einen Fiesta ST im Racing-Rookie-Look freuen. Da mache ich auch beim Fahren gleichzeitig Werbung für euch . ; )

Fabian:
Eingangs halte ich ausdrücklich fest, dass der Osterhase keine Eier legt! Aber er kann mir in zwei Wochen im Nest eine Wildcard verstecken.

Er kommt nämlich ‚zufällig‘ in Altmünster vorbei, wo der Fabian wohnt, der sich nichts sehnlicher wünscht, als seinem Papa nachzueifern, der in seiner Jugend Motorsportler war.

Nachdem ich noch Lehrling bin kann ich mir diesen Wunsch nur über die Teilnahme am Finale des Racing Rookie 2011 erfüllen. Ich bin bereits vergangenes Jahr – damals noch ohne Führerschein – in Saalfelden knapp gescheitert.

Heuer in Marchtrenk wurde ich vom Winde verweht – Ausred valos mi ned (Ausrede verlasse mich nicht). Hoffentlich bin ich in Melk dabei, sonst müsste ich auf Briefmarken sammeln umsatteln.

Thomas:

Angefangen hat der Tag ganz gut. Zuerst durften wir die Fiesta rund um den das Gelände fliegen lassen, was sehr viel Spaß gemacht hat. Danach kamen wir zum Zeitslalom wo ich eine sehr gute Zeit zustande brachte und mit Abstand Schnellster meiner Gruppe wurde. Frohen Mutes ging’s dann weiter auf die Schleuderplatte, was auch sehr viel Spaß gemacht hat.

Dann nahm das Unglück allerdings schon seinen Lauf. Der „Einkaufswagen Fiesta“ (vulgo Rollcar) war als nächster an der Reihe. Schon ohne Motorisierung habe ich im Geschäft so meine Probleme den Einkaufswagen ohne Dreher und Ausrutscher durch die Regalreihen zu manövrieren. Dann hatte ich auch noch das Glück als erster in das „Einkaufswagerl“ buxiert zu werden, wo sich natürlich dann alle genau anschauen konnten, welchen Blödsinn ich mache und wo sie schneller sein könnten. Nach der ersten Kurve kam ich mir vor wie im Sonderschlussverkauf, wo man nicht so richtig weiß, wo man zuerst hinsteuern soll. So kam dann bei der Kehre auch schon der erste Dreher. Bis zum Start verlief es dann ganz gut, doch dann hatte ich beim gemütlichen Bummeln wieder so meine Probleme. Und als mich dann auch noch der „Kaufhausdetektiv“ vom ÖAMTC ertappte als ich mir einen Hut einstecken wollte, war es mit meinen Nerven am Ende. Ich kam mit großer Verspätung ins Ziel, wo ich eine sehr hohe Zeit mit fünf Sekunden Bearbeitungsgebühr kassierte, mit der ich nicht einmal unter die besten Acht kam.

Gabriela:

Kurze Vorgeschichte zum Problem am Samstag: Ich arbeite bei Ford Motormobil in Marchtrenk und für den Racing Rookie haben wir zwei Fiesta ausgeborgt, die ich am Freitag mit meinem Chef zum ÖAMTC gebracht habe.

Freitag Morgen: Die zwei Fiesta waren in der Werkstatt zur Überprüfung. Die Mechaniker wollten sich einen angehmen Tag machen und spielten in der Werkstatt verstecken. Einer versteckte sich im Kofferraum vom Fiesta, der andere unter der Motorhaube und der nächste auf der Rückbank unter den Sitzbezügen.

Leider hat sich vorher keiner ausgemacht wer jetzt sucht und wer sich versteckt. Im Endefekt hat keiner gesucht (nur der Chef). Alle gingen nach Hause, außer Alfos, Tom und Inge, die waren immer noch im Auto drinne.

Nachdem diese drei arbeitsunfähigen Mechaniker leider nicht die leichtesten waren, war das schonmal der erste Grund, dass ich zu langsam war. Dazu beigetragen hat auch mein Gipsfuß, die hübschen ÖAMTC Männer – und irgendwie waren die Straßen so rutschig. Nein, Spaß.


Matthias:

Angefangen hat der Tag ja eigentlich nicht schlecht, ich wurde von meiner allerliebsten Schwester chauffiert, da ein LKW Fahrer am Tag zuvor der Meinung war, dass die Aerodynamik an meinem Auto nicht stimmte. Nachdem mein Kotflügel dann „zurechtgebogen“ wurde bekam ich eine Stallorder meines Teamchefs und musste mein Auto leider in der Box abstellen. Ich nuzte die Fahrt nach Marchtrenk um mich mit den Kartschuhen besser vertraut zu machen und nach einem kurzen Gespräch musste ich feststellen, dass mein Gegenüber ein oder zwei TicTac’s vertragen hätte können. Dort angekommen wurden uns die Streckenregeln von den ÖAMTC Instruktoren erklärt und dann gings auch schon los!

Als erstes konnten wir unser Arbeitsgerät beäugen und kennenlernen doch dann gings auch schon zum ersten gewerteten Durchlauf: Der Kurve

Ich hatte leider das Pech die Startnummer 1 gezogen zu haben und musste somit auf der noch unaufgewärmten Strecke Höchstleistungen vollbringen. Als ich dann an der Startlinie bereitstand, war ich erstmal erstaunt, dass die Kurve aus mehreren Kurven bestand, also warf ich noch schnell das Navi an. Nach einigen Streiterein mit dem Navi bin ich schlussendlich doch noch sicher ans Ziel gekommen.

Dachach gings auf die Schleuderpaltte und anschließen zum Auto-Einkaufswagenmischling, auch „Rollcar“ genannt.

Da ich wieder die Startnummer 1 gezogen hatte, dachte ich mir, ich werd den ÖAMTC Instruktoren die Arbeit ersparen und den anderen Teilnehmern selbst zeigen wie man’s macht. Nach fünf Minuten wildem Gefuchtel am Lenkrad passierte ich dann wie auf rohen Eiern das erste Tor. Im Ziel angekommen betrachtete ich voller Neugierde die Strecke und musste feststellen, dass ich entweder wirklich keinem Hütchen zu nah gekommen bin oder dass die ÖAMTC Insruktoren verdammt schnell beim Wiederaufstellen der Hütchen waren.

Zum Abschluss gings noch auf den Handlingparcours wo jeder die Chance bekommen hat dem Asphalt oder gegebenenfalls dem Gras zu zeigen wer der Herr ist.

Als wir uns dann alle bei der Schleuderpaltte und vor dem Rallyeauto versammelt hatten und wir sozusagen vom Winde verweht auf die Auswertung des heutigen Tages warteten, haben wir mit neu gewonnen Freunden den Tag Revue passieren lassen und darüber geredet was man besser machen hätte können.

Meine zwei Freunde und ich hatten uns für das Tagesfinale qualifiziert und durften ein paar Runden im Rallyeauto drehen und diesmal…….startete ich nicht als erster.

Nachdem sich meine zwei Kumpels versichert hatten, dass die Schleuderpaltte auch einwandfrei funktionierte, war ich auch schon an der Reihe und kam somit zur Hürde #1: Dem Vollschalensitz!

Richtig positioniert und angeschnallt gings dann, ohne mich einen Millimeter zu bewegen, Richtung Schleuderpaltte.

Die ersten beiden Durchgänge liefen ja relativ gut, jedoch hab ich beim dritten und letzten Durchgang den Gartensalat, welchem einer der ÖAMTC Instruktoren versehentlich auf der Strecke aus der Hand gefallen ist, übersehen und bin schnurstracks über den Kernölfleck gefahren was mich dann schlussendlich einen Dreher und somit den Titel „Rookie of the day“ gekostet hat.

Alles in Allem war es ein sehr spannender und lustiger Tag mit sehr netten Menschen und desswegen würde ich mich auf einen Teil 2 von Racing Rookie freuen, vorallem da es heuer meine letzte Chance ist in einem Ford Werkscockpit mein Talent unter Beweis stellen zu können! :

Mehr zum Thema
pixel