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Le Tigouan – Unterwegs im Renault Kadjar

Mit dem Kadjar bietet Renault künftig ein Crossover-Modell oberhalb des Captur an. Optional ist sogar ein bisschen Geländegängigkeit mit an Bord.

31.05.2015 Press Inform

Spätestens seit dem MQB von Volkswagen ist Gleichteile- und Plattformstrategie salonfähig und in aller Munde. Nur logisch, dass auch der Renault-Konzern diesen Weg geht. Und so bedient sich der Renault Kadjar der Gene, die millionenfach bewährt schon im Nissan Qashqai unterwegs sind: Unter der renault-typisch geschwungenen Hülle stecken 60 Prozent Nissan-Technologie.

Der Renault Kadjar trägt Designelemente des Espace

Die Karosserie kommt mit durchaus athletischen Formen daher: ausgeformte Kotflügel, eingezogene Flanken, gespannte Linienführung. Blöd nur, dass die vorderen Kotflügel etwa so hoch über die Flucht der Motorhaube gezogen sind, dass sie die Sicht schräg zur Seite etwas behindern. Typische Designelemente des Kadjar: die schwarz eingefassten Radhäuser, der optische Unterfahrschutz vorne und hinten. Die Fahrzeugfront wird optisch bestimmt von den „C“-förmigen LED-Tagfahrlichtern (ähnlich dem neuen Renault Espace) und der großen Renault-Raute im Kühlergrill. Als Option sind auch Hauptscheinwerfer in Voll-LED-Technik erhältlich.

Bescheiden: 3 Motoren

Renault bietet für den Kadjar mit drei Motorisierungen an: ein Benziner und zwei Diesel. Der Vierzylinder-Turbobenziner hat 96 kW (130 PS) und ist doch eher für beschauliche Momente gebaut. Kein Wunder: Das maximale Drehmoment liegt gerade mal bei 205 Nm, der Hubraum bei 1,2 Litern. Entsprechend braucht der Kadjar TCe 130 10,1 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit liegt immerhin bei 192 km/h, der offizielle Durchschnittsverbrauch bei 5,6 Liter Super je 100 Kilometer.

Deutlich flotter ist man da mit dem stärkeren der beiden Diesel-Kadjar unterwegs. Auch wenn dessen Leistung mit dem Benziner gleich aufliegt – das maximale Drehmoment macht den Unterschied. Der Diesel hängt lustvoller am Gas, reagiert schneller und spurtet los, als ob es dafür Fleißkärtchen gäbe. Und deutlich fixer, als es laut dem technischen Datenblatt aussieht: Dort ist er mit 9,9 Sekunden für den Spurt aus dem Stand auf 100 notiert. Die Höchstgeschwindigkeit liegt mit 190 km/h nur geringfügig unter der des Benziners. Der offizielle Verbrauchswert: 4,3 Liter Diesel auf 100 Kilometer. Das verschafft ihm eine Reichweite von immerhin 1.279 Kilometern mit einer Tankfüllung. In der Praxis dürfte auch der Diesel-Kadjar freilich eher zur Zapfsäule drängen, nach einer ersten Ausfahrt zeigte der Bordcomputer einen Verbrauch von gut sechs Litern an.

Wohlfeil: Der Innenraum

So ist der Kadjar ein sehr angenehmes Auto sowohl für längere Strecken, als auch für den Alltag in der Stadt. Die Geräuschdämmung ist hervorragend, weder der Motor macht übermäßig auf sich aufmerksam, noch stören Außengeräusche die Unterhaltung der Passagiere. Sogar die Windgeräusche halten sich bis 140 km/h sehr im Rahmen. In der Allradversion ist der Kadjar außerdem bei einer Bodenfreiheit von 200 mm zumindest für leichteres Gelände gut geeignet.

Das Platzangebot ist vorne sehr gut, auch größere Passagiere werden kein Problem haben, sich häuslich einzurichten. Auch in der zweiten Reihe kommt man mit Kopf- und Kniefreiheit gut klar, sitzt allerdings ein wenig tief. Die vorderen Sitze sind komfortabel und bequem, mit dicken, gut ausgeformten Polstern und weit verstellbar. Der Seitenhalt ist nahezu perfekt, die Wirbelsäule nimmt auch weite Strecken nicht krumm. Das Lenkrad ist in Tiefe und Neigung verstellbar, der Hebel der 6-Hang-Handschaltung gut erreichbar. Wem das egal sein soll, der ordert das Doppelkupplungs-Getriebe, dass es für den Einsteiger-Diesel gibt.

Erfrischend anders

Der Innenraum macht einen gediegenen und qualitativ hochwertigen Eindruck, die Materialien sind auch mal erfrischend anders als bei der Konkurrenz. Etwas zu viel des Guten bietet die breite Fußablage, an der sich der Kupplungsfuß schon mal verhaspelt.

Der Kofferraum liegt mit 472 Liter punktgenau auf dem Level eines VW Tiguan, mit umgeklappten Rückbanklehnen fehlen ein paar Kubikdezimeter: 1.478 (Renault) vs. 1510 Liter. Die Rücksitzbank lässt sich umklappen und bildet mit dem Kofferraumboden eine plane Ebene.

Ab 21.490 Euro

Bleibt der Preis: Der startet bei 21.490,– Euro für die Basisvariante TCe 130, inklusive manueller Klimaanlage, Tempomat und CD-Radio. Am anderen Ende der Fahnenstange wartet der dCi 130 4WD in der Bose-Ausstattung, mit an Bord sind dann Keyless-Go, Teilleder-Sitze, Klimaautomatik, LED-Scheinwerfer, Navigation und – Nomen est Omen – ein Bose-Soundsystem. Listenpreis: 33.990,– Euro. Ein entsprechender VW Tiguan Sport & Style schlägt erst rund 6.000,– Euro später ein.

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