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Langes Heck zum Jahrestag: McLaren 675 LT

McLaren nennt seine neue Perle «long tail». Wir wissen jetzt nicht genau, warum.

26.02.2015 radical mag

Am bekanntesten sind wohl die Langheck-Versionen des Porsche 908 und des Porsche 917. Die Langheck-Dingers hatten einen geringeren Luftwiderstand als die kurzen, waren deshalb etwa in Le Mans auf den Geraden schneller (und in den Kurven instabiler). Beim 917er von 1969 betrug der Unterschied in der Höchstgeschwindigkeit etwa 20 km/h. McLaren hatte auch einen «long tail», 1995, als die Marke ziemlich überraschend die 24 Stunden von Le Mans gewann. Doch das Ding hiess damals nicht LT, sondern F1 GTR und dessen Reinkarnation ist wiederum der P1 GTR. Und so fragen wir uns ein klein wenig, wie die Engländer denn nun auf diese Bezeichnung kommen – die ja auch schon ein Kleintransporter von Volkswagen trug. Dort hieß es natürlich nicht «long tail», sondern Lasten-Transporter.

McLaren 675 LT Long Tail
© Bild: McLaren

Jedes Jahr ein neuer McLaren am Genfer Salon

Wobei: der 675 LT von McLaren, der auf dem Genfer Salon seine Premiere erleben wird, wird sicher ein ganz feines Teil. Man darf ihn sicher als Antwort auf den Ferrari 488 GTB sehen, im Vergleich zum schon edlen 650 S leichter (um 100 Kilo abgespeckt, noch 1230 Kilo), stärker (logisch: 675 PS anstatt derer 650), mehr Drehmoment (700 Nm statt bloss 678…). Und natürlich schneller, 330 km/h bei der Höchstgeschwindigkeit (plus 1 km/h), in 2,9 Sekunden auf 100 km/h, in 7,9 Sekunden auf 200 km/h.

McLaren 675 LT Long Tail
© Bild: McLaren

Dazu neue Anbauteile, neue Frontschürze, andere Lufteinlässe, Carbon-Schweller. Hinten gibt es einen vergrößerten Spoiler, der auch als Luftbremse dient, sowie neue Auspuffrohre. Zum echten «long tail» macht ihn der ausfahrbare Spoiler irgendwie nicht, aber wir müssen ja nicht alles verstehen.

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