freelander-1
 

Land Rover Freelander 2 Testbericht

Der Junker gibt sich die Ehre.

01.01.2008 Online Redaktion

Mehr Aristokratie in einem Auto zu verarbeiten, das eigentlich in die Klasse der Kompakt-SUV gehört, dürfte kaum möglich sein. Vom Start weg vermittelt einem der Freelander 2, zumal mit Automatikgetriebe, das Gefühl, zum gehobenen Stand zu gehören. Plötzlich entwickelt man ungeahnte Interessen. Ist die Fuchsjagd noch legal? Was kostet wohl ein Rennpferd?

Die Tatsache, nicht mehr selbst den Gang zu wählen, hat an dieser innersten Überzeugung den Hauptanteil. Denn mit dem Automaten fährt man nicht mehr, man defiliert. Man kuppelt nicht mehr, man lässt von seinem Hofstaat schalten. Und das überraschend gut. Butterweich werden die sechs Gänge beim Beschleunigen durchgereicht. Kein Turboloch und kein Kopfnicken der Passagiere trübt das Gesamtbild. Werden so manche 4×4 mit einem Automatikgetriebe eine Nuance langsamer als ihre Schaltbrüder, gewinnt der Freelander beim Spurt auf Tempo 100 sogar noch eine halbe Sekunde. Von den 1,8 Tonnen Leergewicht merkt man nichts, und die 152 PS entsprechen gefühlten 200.

Da Land Rover seine Autos fürs Gelände baut, ist die Kombination Selbstzünder/Automatikgetriebe sowieso die einzig richtige. Der Dieselmotor wegen des höheren Drehmoments, und die fehlende Kupplung, um langsamer, gefühlvoller und mit weniger Materialverschleiß durch den Dreck zu kommen.

Mehr zum Thema
pixel