Lamborghini Urus SUV Seitenansicht
Der Lamborghini Urus soll den Absatz der Marke verdreifachen.
 

Lambos Cashcow

Jetzt hat auch Lamborghini sein SUV. Der Urus wurde auf der Autoshow in Beijing präsentiert.

23.04.2012 Online Redaktion

Der Lamborghini Urus soll – wenn die Produktion erst einmal begonnen hat – 3000 Mal pro Jahr gebaut werden. Weil Lamborghini im Jahr 2011 gerademal 1602 Autos verkauft hat (Gallardo und Aventador), würde dies eine Verdreifachung des Absatzes bedeuten.

Dem Volkswagenkonzern ist nicht einmal ein Vorwurf zu machen. Die Jede-Marke-ein-SUV-Politik orientiert sich schlichtweg nur am Markt. Einen Viertürer will der Markt nicht. SUV schon. Und die Synergieeffekte sind ja da. Das Trio Touareg-Q7-Cayenne beweist es ja. Und wenn sich Maserati mit dem Kubang noch etwas Zeit lässt, dann ist der Lamborghini auch der erste Hersteller von Supersportlern mit einem SUV im Portfolio.

Urus bedeutet übrigens so viel wie Auerochse. Lamborghini will damit an die wilde, stattliche Urform der Rinder erinnern. Das passt. Schließlich hat Lamborghini mit Traktoren angefangen.

Der Urus ist 4,99 Meter lang und steht damit exakt in der Mitte von BMW X6 (4,88 Meter) und Audi Q7 (5,09 Meter). Natürlich will Lamborghini Benchmark sein. Deswegen gibt es 600 PS unter die Haube. Da kann auch der X6 M nicht mehr mithalten. Weil Lamborghini aber auch neue Maßstäbe bei der Energieeffizienz setzen will, wird stark auf Leichtbau gesetzt. Innen wie außen wird reichlich Karbon verarbeitet.

Lamborghini Urus SUV Beijing

Mehr Superlative verspricht Lamborghini bei der Aerodynamik und verbaut deswegen ein verstellbares Fahrwerk. Um 160 Millimeter kann die Höhe verstellt werden. Innen gibt es reichlich Luxus. Vier Einzelsitze sind obligat. Dazu kommt das komplette Feuerwerk aus dem Volkswagen-Konzern. Inklusive Schaltpaddles für das Doppelkupplungsgetriebe.

Sollte sich Lamborghini für den Bau entscheiden, ist in fünf Jahren mit dem Urus zu rechnen. Angeblich. In der Realität könnte es durchaus schneller gehen. Immerhin hat man sich schon über den Preis Gedanken gemacht: Oberhalb eines Cayenne und etwa auf dem Niveau eines Gallardo. Der beginnt hierzulande bei 195.550 Euro.

Die angepeilte Kundschaft sitzt freilich eher nicht in Österreich, sondern in Russland, China und den arabischen Ländern. Pflichtschuldig wird bei der Präsentation auch noch die USA genannt. Höflichkeit muss sein. Der Urus soll an Lamborghini-Kunden verkauft werden. Die haben nämlich in der Regel mehr als zwei Autos in der Garage. Eine davon ist immer ein SUV. Und dieses SUV soll in Zukunft der Lamborghini Urus sein.

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