Autorevue Premium
Einst war der Urraco kein überschäumender Erfolg, somit ist er heute noch leistbar, zumindest im Vergleich mit Miura und Countach.
 

Lamborghini Urraco: Vorbeigeflundert

Mit dem Urraco wollte Lamborghini leistbarer werden und ein wenig am 911er-Mythos kratzen. Man verhaspelte sich aber in ­hausgemachten Streiks und eigenen Unzulänglichkeiten. ­Erfolgreich wurde erst der gar nicht so neue Nachfolger.

17.05.2016 Autorevue Magazin

Es gab keine Lamborghinis in Ergebnislisten, damals, in der aktiven Zeit des Firmengründers. Motorsport lag Ferruccio Lamborghini so fern, dass er dieses Feld gerne seinem Konkurrenten Enzo Ferrari überließ, und den anderen Mitbewerbern auch. Dass der Chef seinen einzigen Sohn Tonino nicht im Rennsport verlieren wollte, wurde damals als offizielle Begründung herumgereicht, und Tonino war ausreichend neugierig, umtriebig und erlebnisfreudig, um von einem familieninternen Rennstall aufgesaugt zu werden. Inoffiziell war der Rennbetrieb für Ferruccio Lamborghini zu teuer, zu unberechenbar in seinen Auswirkungen, und auf jeden Fall zu langsam beim Herausschälen von Legenden, die dann die Serienfertigung beschleunigen könnten. Er wollte die Legenden, die Verkaufserfolge lieber umweglos ...
pixel