Der Lamborghini Huracan
Der Huracan ist der erste Sportwagen, der auf der neuen MSS-Plattform basiert.
 

Die Technik des Lamborghini Huracán

Neue Technik gibt es im Lamborghini Huracan. Das Resultat ist ein Sportwagen, der den Vorgänger zum erröten bringt.

28.02.2014 Press Inform

Beim neuen Lamborghini Huracán hat der bayerische Autobauer seine Finger im Spiel. Das Chassis, das eine Hybridbauweise aus Aluminium mit Carbon ist, wurde in Zusammenarbeit von Audi und Lamborghini entworfen. Damit ist der Lamborghini der erste Sportwagen, der auf dieser neuen MSS-Plattform (Modular Sportscar System) basiert._Lamborghini-Huracan-oben

Technikvorstand ist zufrieden

„Einige Audi-Modelle werden folgen“, sagt Dr. Ulrich Hackenberg (Audi-Technikvorstand), der mit dem Resultat sichtlich zufrieden ist. Dass damit unter anderem der nächste R8 gemeint ist, pfeifen die Spatzen längst von den Ingolstädter Dächern. Gebaut wird das Chassis mit der Carbonwand im Rücken des Fahrers übrigens bei Audi in Neckarsulm._Lamborghini-Huracan-karosserie

Huracán: 10 Prozent leichter als der Gallardo

Immerhin ist der Lamborghini Huracán mit einem Gewicht von 1.422 Kilogramm um zehn Prozent leichter als der Gallardo, wobei sich die Steifigkeit des Chassis um 50 Prozent erhöht hat. Im Sportwagenbau sind das Welten. Das Resultat macht sich deutlich bemerkbar: Auf der Teststrecke in Nardo nimmt der Huracan seinem Vorgänger mehr als zwei Sekunden ab. Selbst die ultrascharfen Gallardo-Versionen wie Squadra Corse können dem Neuling nicht das Wasser reichen._Lamborghini-Huracan-lenkung

Mit 317 km/h in die Kurve

Doch diese Zahlen interessieren einen alten Hasen wie Ulrich Hackenberg wenig. „Auf den verschiedenen Teststrecken gibt es eine Kurve, die recht holprig ist. Erst wenn ein Auto diese Passage mit Höchstgeschwindigkeit problemlos nimmt, bekommt es meine Freigabe“, erzählt er. Beim Huracán waren das 317 km/h. Auch ein Verdienst der verbesserten Aerodynamik, die 50 Prozent mehr Abtrieb generiert. „Das Ganze funktioniert ohne bewegliche Teile“, trompetet Lamborghini-Technikchef Maurizio Reggiani stolz._Lamborghini-Huracan-stossdampfer

Beeindruckende Zahlen

Geradeaus sind beim flotten Italiener mehr als 325 km/h drin. Kein Wunder bei 610 PS. Die Beschleunigungswerte können sich ebenfalls sehen lassen: In 3,2 Sekunden geht es aus dem Stand bis zur 100-km/h-Marke, bis zum doppelten Speed vergehen 9,9 Sekunden. Dank der neuen Bremsen steht der Lamborghini Huracan bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h nach 31,9 Metern. Damit der Spaß am Fahren nicht zu teurer wird, gibt es beim 5,2-Liter-Zehnzylinder-Motor Start-/Stopp und eine Zylinderabschaltung._Lamborghini-Huracan-scheibenbremse

Allradantrieb mit neuer elektrohydraulischer Lamellenkupplung

Für mehr Traktion sorgt der Allradantrieb mit neuer elektrohydraulischer Lamellenkupplung, der grundsätzlich 30 Prozent der Kraft nach vorne und 70 Prozent nach hinten schickt. Bei Bedarf treibt bis maximal die Hälfte der Power die Vorderräder an. Lassen es die Verhältnisse zu, geht die ganze Kraft auf die Hinterreifen. Diese ausgeprägte Hecklastigkeit sollte dem Fahrspaß zuträglich sein._Lamborghini-Huracan-motor

Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe

Das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe ersetzt die suboptimale, sequentielle eGear-Schaltung und die sogenannte „Lamborghini-Piattaforma–Inerziale“-Technik soll die Agilität erhöhen. Das Prinzip übernahmen die Lamborghini-Ingenieure aus der Luftfahrt. Dabei werden neun Sensoren, darunter Kreisel und Beschleunigungsmesser, die auch im Massenmittelpunkt des Fahrzeugs platziert sind, zur Bestimmung des Position des Autos eingesetzt. Wank-, Neig- und Rollbewegungen werden blitzschnell rapportiert. Das geschieht fast in Echtzeit und so können die Regelsysteme wie ESP oder der Allradantrieb schnell reagieren und den Huracán noch schneller um die Ecken schicken._Lamborghini-Huracan-mittelkonsole

Innen aufgewertet

Das Interieur ist deutlich wertiger. Da schlägt zunehmend der Audi-Einfluss durch. Neu ist, dass das Lenkrad zentraler Teil der Bedienung wird. Elemente wie Blinker, Fernlicht und der Schalter für die drei Fahrmodi sowie das programmierbare Display sind im und am Volant untergebracht. Diese neue Anordnung ist das Ergebnis langer Forschungsreihen, bei denen das Bedien-Verhalten von Testpersonen untersucht wurde._Lamborghini-Huracan-heck

Gute Anordnung

„Wer bedient welchen Schalter wann und drückt wo welchen Knopf“, lautete die entscheidende Frage. Mit der Lenkrad-Steuerung hat der Fahrer alles im Griff. Nimmt man allerdings im neuen Lambo-Geschoss Platz, fällt die geringe Kopffreiheit auf. Bereits unter 1,90 Meter wird es obenrum eng. Da hilft auch die ganze Technik nichts. Kosten soll der Lamborghini Huracán etwas mehr als der Gallardo, rund 200.000 Euro (exkl. NoVA).

Dank geht an die Kollegen von press-inform.com

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