Lamborghini Egoista statisch links
Der Lamborghini Egoista ist kein Auto, sondern ein Kampfjet.
 

Einzelkämpfer

Es gibt tatsächlich Freuden auf dieser Welt, die man am besten alleine genießt.

13.05.2013 Online Redaktion

Das ist doch alles ein Missverständnis. Auch wenn Lamborghini drauf steht, das ist kein Auto im herkömmlichen Sinn. Der Lamborghini Egoista ist eher ein sehr tief fliegender Kampfjet. Damit ergibt dieses Ding Sinn. Und das Design. Und die Farbe.

Die besten Geschenke macht man sich selbst: Lamborghini Egoista

Der Lamborghini Egoista ist ein Geschenk von Lamborghini an Lamborghini zum 50. Geburtstag. 1963 wollte Ferruccio Lamborghini mehr bauen als Traktoren und Klimaanlagen und gründete die Automobili Lamborghini mit dem Stier als Markenzeichen.

Lamborghini Egoista statisch vorne

Fünfzig Jahre später fällt Lamborghini durch seine exaltiert moderne Formensprache auf, und der Egoista ist ein Höhepunkt dieser Design-Strategie: Keine Fläche ist plan, das Auge sucht verzweifelt nach Orientierung zwischen den Lichtkanten und den drei Schnauzen. Sicherer Hafen sind schließlich die Auspuff-Rohre, die auch mit Leichtigkeit ein Bürohaus belüften könnten. Glücklicherweise sind sie beleuchtet, als virtuelle Entsprechung der Flammen, die man in politisch korrekten Zeiten nicht mehr aus dem Auspuff züngeln lassen kann.

Überhaupt: Die Beleuchtung. Hier wurde explizit an der Luftfahrt Vorbild genommen, der Lamborghini Egoista markiert damit seine Position nicht nur vorne und hinten, sondern kennzeichnet sich dreidimensional im Raum (sollte er tatsächlich einmal abheben). Vorne, hinten und auf dem Dach gibt es Positionslichter, in den Schluchten zwischen den Fronten sind noch zwei Xenon-Beamer versteckt.

Lamborghini Egoista Interieur

Das Einsteigen in den Lamborghini Egoista ist eine Wissenschaft

Besonderes Können verlangt das Ein- und Aussteigen. Es fängt an mit Kuppel öffnen und Lenkrad herausnehmen. Dann setzt man sich auf einen definierten Punkt auf der Karosserie, schwingt die Beine in die Luke und lässt sich mit größtmöglicher Präzision in die Sitzschale gleiten. Lenkrad dran, Kuppel zu, Start.

Das Head-Up-Display, ein digitales Fadenkreuz fährt aus, der 600 PS-V10 im Heck erwacht. Genaue Daten rückt Lamborghini noch nicht heraus, aber so oder so dürfte das Unterwegs-Sein im Egoista ein Erlebnis sein, zumal sich das Gewicht wohl in Grenzen hält (CFK soweit das Auge reicht). Ein Erlebnis für eine Person. In einem Einzelstück. Egolution.

 

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