Lada 2107 wird eingestellt
 

Auto des Jahres

Der Lada 2107 wird eingestellt. Der Nachfolger steht aber schon bereit.

17.04.2012 Online Redaktion

Mal ganz abgesehen von seinen Stückzahlen dürfte die größte Ehre für den Fiat 124 wohl gewesen sein, dass er 1967 zum Auto des Jahres gewählt wurde. Wenn das mal kein Grund für einen Nachbau ist. Seat baute den Seat 124. Der indische Autobauer Premier den Premier 118. Und in der Türkei gab es den Murat 124 von Tofas zu kaufen.

Und natürlich: Lada.

Als Lada 2101 und später als Lada 2107 (das Topmodell mit Einspritzmotor) kam der Fiat auch in den Ländern jenseits des eisernen Vorhangs zu großem Ruhm. Die Autos waren derart gefragt, dass man in der ehemaligen DDR rund 15 Jahre auf dieses Modell warten musste.

Der russische Lizenzbau geht auf einen, nun, eigenwilligen Firmenlenker zurück. Der damalige Fiat-Chef Giovanni Agnelli war bekennender Kommunist und tauschte ein Autowerk gegen millionen Tonnen russischen Stahl für Fiat-Autos. Für die Italiener ein schlechter Tausch. Der Stahl rostete und mit den Autos zerbröselte das Image. Während in Russland der Lada 2101 florierte.

Das Jahr 2010 war Fluch und Segen für den Lada 2107 gleichermaßen. Einerseits avancierte das Modell noch einmal zum meistverkauften Auto Russlands, andererseits musste sich der Wagen 2011 an diesen Zahlen messen lassen. Das Auto wird eingestellt aber der Nachfolger, der Lada Granta, steht schon bereit.

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