KTM X-Bow GT Dach Scheibe Koferraum Heizung Nordschleife Glavinic
Die runde Scheibe wird von Spöttern "Duschkabine" genannt.
 

Luxus aus allen Rohren

Der KTM X-Bow GT – mit Dach, Kofferraum und Scheibenheizung.

27.02.2013 Online Redaktion

Die Motorsportpuristen dieser Welt fallen vor dem KTM X-Bow auf die Knie. Nur lässt sich dieser handverlesenen Schar benzinblütiger Angaser eben kein Geld verdienen. KTM hat das seit Einführung des X-Bow schmerzhaft lernen müssen. Die Verschärfung des Grundkonzepts (X-Bow R und RR) brachte wenig.

Aber doch. Vom X-Bow R und RR gingen im vergangen Jahr 100 Stück an Hobby-Racer. Mit den Ausflügen auf die Rennstrecke verdient KTM fleißig mit (Tuning, Rennveranstaltungen und Reparaturen). Jedes produzierte Exemplar verkauft sich also zwei Mal. Sagt zumindest KTM.

Der KTM X-Bow GT soll jetzt trotzdem der Brückenschlag in den Alltag werden. Keine große Brücke, eher ein kleiner Steg, aber eben doch.

Auffälligstes Merkmal ist die rund um die Sitzplätze gezogene Scheibe, von Spöttern auch „Duschkabine“ getauft. Eingestiegen wird durch die Seitenscheiben, die eigentlich kleine Türen sind. Um halbwegs bequem in das Auto zu kommen muss und kann das Lenkrad immer noch abgenommen werden.

KTM X-Bow GT Dach Scheibe Koferraum Heizung Nordschleife Glavinic

Erst einmal eingestiegen werden dem Kenner zwei Dinge auffallen. Erstens gibt es eine neue Mittelkonsole. Denn schließlich müssen Bedienelemente für Scheibenwischer, -waschanlage und -heizung untergebracht sein. Das zweite sind die Montamöglichkeiten. Die gibt es für ein Stoffverdeck (gegen Aufpreis). Und weil Autos mit Scheibe und Dach vom Gesetzgeber eine Lüftung verordnet wird, gibt es sogar eine Heizung.

KTM hat für den X-Bow GT die Nörgler (wie wir auch) erhört. Denn für die feststehenden Recaro-Schalen gibt es jetzt sogar einen Stoffüberzug. Selbstverständlich wasserfest. Sogar beim Kofferträger-Know-How der Motorradsparte hat man sich bedient und offeriert für den X-Bow GT einen 50-Liter Koffer aus Kunststoff (mit zwei Taschen zum Herausnehmen). Der Koffer wird, wie einst bei Roadstern, auf dem Heck montiert. Im Falle des X-Bow also hintern den Überrollbügeln und oberhalb der Entlüftungskiemen.

Etwas mehr Kilogramm kommen bei so viel Luxus natürlich auch zusammen. 847 Kilogramm wiegt der KTM X-Bow GT – also 57 Kilogramm mehr als das Standardmodell.

Trotzdem ist das Fahrzeug auch bei der Kernkompetenz (Wabbler panieren) weiter vorne mit dabei. Der GT basiert auf dem X-Bow R, wurde aber etwas anders abgestimmt. Am Ende gibt es 285 PS und 420 Newtonmeter. Nach wie vor: 2,0 Liter TFSI Motor von Audi mit manueller Sechsgangschaltung. Besagte Motor-Getriebe-Einheit liegt jetzt aber 19 Millimeter tiefer, was den Schwerpunkt in Summe um 15 Millimeter gen Beton zieht.

Bestellt werden kann der KTM X-Bow GT ab sofort. In Österreich soll er mit Steuern und Nova unter 100.000 Euro bleiben. Premiere feiert das Modell in Genf, die Auslieferung beginnt Ende April.

Ein KTM X-Bow mit Dach? Wozu denn?

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