Cyril Despres auf einer KTM bei der Rallye Dakar 2013
Bei KTM gibt es keinen Sand im Getriebe, die Oberösterreicher verkünden ein Rekordergebnis.
 

2013 für KTM Rekordjahr

Der oberösterreichische Motorradhersteller KTM hat 2013 weltweit 123.859 Fahrzeuge verkauft und damit einen Rekordgewinn von 36,5 Mio. Euro erzielt.

06.03.2014 APA

Es ist offiziell, für den oberösterreichischen Motorradhersteller KTM war das Geschäftsjahr 2013 das beste der Unternehmensgeschichte. Verkauft wurden mit insgesamt 123.859 Fahrzeugen um 15,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz kletterte um 17,1 Prozent auf 716,4 Mio. Euro und der Gewinn nach Steuern war 2013 mit 36,5 Mio. Euro um 44,3 Prozent höher als im Jahr davor. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 49,5 Prozent auf 54,9 Mio. Euro.

Lizenzgebühren aus Indien

Beim genannten Absatz zählt KTM Indien, wo der Partner Bajaj sitzt und die Fahrzeuge verkauft, mit; bei allen anderen Kennzahlen nicht. „Bajaj verkauft unsere Fahrzeuge in Indien unter der Marke KTM und erzielt dort den Umsatz“, erklärte KTM-Finanzvorstand Viktor Sigl im APA-Gespräch am Donnerstag. „Dafür erhalten wir Lizenzgebühren.“

Gewünschte Stückzahl wurde verfehlt

Dass streng betrachtet das von KTM-Vorstandschef genannte Verkaufsziel 2013 von 125.000 Stück knapp verfehlt wurde, ließ Sigl nicht gelten: „Die vom Vorstandsvorsitzenden genannte Benchmark ist erreicht worden.“

Gute Aussichten für 2014

Jedenfalls erwartet KTM für 2014 ein weiteres Wachstum sowohl beim Umsatz als auch beim Absatz, hieß es in einer Pressemitteilung am Donnerstag. Für das laufende Geschäftsjahr seien Investition von knapp 70 Mio. Euro geplant, um rund 10 Mio. Euro mehr als im abgelaufenen Jahr. Am Standort Mattighofen soll die Produktionskapazität auf mehr als 100.000 Stück erhöht werden.

1.849 Beschäftigte in Mattighofen

Im vergangenen Herbst kam die Husqvarna-Produktion nach Mattighofen zu KTM. Die Offroad-Marke kauften die Oberösterreicher Anfang 2013 von BMW. Als die erste Husqvarna in Mattighofen vom Band rollte, protestieren die 212 Mitarbeiter der von KTM übernommen schwedisch-italienischen Traditionsmarke. Denn sie hatten wegen der Verlegung der Produktion vom lombardischen Biandronno nach Oberösterreich ihre Jobs verloren. In Biandronno soll lediglich ein Ersatzteillager bleiben. In Mattighofen stieg der Personalstand 2013 indes um 147 Mitarbeiter auf 1.849. Derzeit arbeiten dort auch 75 Lehrlinge.

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