Bentley Continental GT statisch VoRe
Muskulöser biegt der GT nun ums Eck
 

Darwin lacht sich ins Softlederfäustchen

In dieser Klasse wird auch nach sieben Jahren nichts auf den Kopf gestellt.

09.09.2010 Online Redaktion

Deshalb schaut der neue Bentley Continental GT auf den ersten Blick genauso aus wie der alte. Wer jedoch genauer hinsieht, erkennt: Die Scheinwerfergraphik ist neu, wurde dezent an die des Mulsanne angeglichen, das Heck wirkt nun klarer und auch breiter. Überhaupt kommt der Gran Turismo muskulöser daher, geradezu drahtig.

Bentley Continental GT statisch Front

Doch die wahren Neuerungen warten, wie so oft, unter der Hülle. Nicht nur, dass der W12-Murl auf 575 PS (423 kW) erstarkt ist, ab Ende 2011 bekommt er einen V8 mit vier Litern Hubraum als kleinen Bruder zur Seite gestellt. Genauere Daten hierzu sind leider noch nicht bekannt. Diese Erweiterung zeigt, genauso wie die Ethanoltauglichkeit beider Motoren, dass sich auch Bentley um einen umweltfreundlicheren Ruf bemüht, wenngleich auf einem der Leistungsklasse entsprechenden Niveau. Noch ein paar Fakten zum 12-Zylinder-Conti: durch Detailarbeit konnte das Coupé um 65 Kilo abnehmen, der Gewinn beim Hundertersprint ist trotz Leistungsteigerung gering: 4,6 Sekunden vs. 4,8 Sekunden beim Vorgänger. Auch der Topspeed bleibt gleich: 318 km/h sollten aber in allen Lebenslagen genügen. Gefeilt wurde des Weiteren am Getriebe, Gangwechsel gehen jetzt doppelt so schnell über die Bühne (für Rechner: 200 Millisekunden dauert’s nunmehr).

Bentley Continental GT statisch Heck

Auch im Innenraum erschließen sich die Neuerungen erst auf den zweiten Blick, das wichtigste Update betrifft das Infotainment-System. Man trifft nun auf einen 8-Zoll-Touchscreen (ein iPad hat auch nicht viel mehr), hinter den Kulissen wartet eine Festplatte mit 30 GB Kapazität. Die Google Maps-Kompatibilität kennen wir aus dem Audi A8, mit Navigation, diversen Geräteanschlüssen und Telefonanbindung bewegen wir uns hier sonst auf klassenüblichem Niveau. Wer auf klassische Tonträger steht, findet einen CD-Wechsler vor (für das 1/4″-Tonband-Laufwerk der Oldschool-Kundschaft ist die Individualisierungsabteilung zuständig). Die neuen Sitze sind schlanker und leichter, freilich muss niemand auf Massage- und Ventilationsfunktion verzichten. Nach Erwähnung der neuen Chronos und des mitnehmbaren Kleinkrametuis (kostet aber extra) ist der Innenraum auch schon abgehakt.

Bentley Continental GT Interieur

Zu wenig Neuerungen? Den Auto-Normalverbraucher wird’s stören, der Bentleyfahrer freut sich und hat jetzt die Wahl: Entweder er behält seinen GT und wird nicht das Gefühl haben, in einem alten Auto zu sitzen oder er tauscht ihn gegen einen neuen und erfreut sich am Feinschliff.

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  • tomtomd

    naja, der lambo musste sicher wegen eines lieferwagens auf der 3ten spur bremsen, da fällt man schon leicht unter 300….
    weiß man eigentlich, was das für ein audi war?? R8? oder nur ein A6 TDI?

  • Mit 44 Stundenkilometern Geschwindigkeitsdifferenz geht sich aber noch ein sicheres Überholmanöver aus, keine Angst!

  • Man munkelt so.

  • tomtomd

    Nur 318 topspeed??
    Wo doch heutzutage schon jeder dahergelaufene Murcielagofahrer 274 auf der Westautobahn zsammbringt….:-)
    Innen sehr schön!

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